Teil eines Werkes 
78. - 80. Bdchn (1829)
Entstehung
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Jettchen(Frau v. Lemann nicht recht verſtehend). In meiner?

Fr. v. Lemann(nimmt, während ſie das Folgende ſagt, eine Brieftaſche aus der Bruſttaſche, blättert darin, und holt ein Papier heraus). Sie ſprachen vorhin von Ihrer beiderſeitigen Lage mit ſo traulicher Offen⸗ heit Sind Sie wohl boͤſe, wenn Ihnen der neue, vom Zufall zugefuͤhrte Freund ſeinen Dank und ſei⸗ nen Antheil durch jeine Kleinigkeit bezeigt, die er bittet, von Ihnen zum Hochzeitgeſchenk anzuneh⸗ men?(gCiöbt ihr eine Banknote.)

Jettchen(nimmt ſie, iſt aber ungewiß, ob ſie ſie nehmen ſoll).

Wetter(wirft einen Blick hinein, von der Größe des Betrages überraſcht). Dieſe Summe!

Fr. v. Lemann(den Dank, den Wetter und Jett⸗ chen auf den Lippen zu haben ſcheinen, abwehrend). Spre⸗ chen Sie die Summe nicht aus! Ich ſchaͤme mich ihrer Geringfuͤgigkeit. Ich haͤtte fruͤher die Haͤlfte meines ganzen Vermoͤgens fuͤr die Ueberzeugung hingegeben, die ich Ihnen Beiden verdanke, fuͤr die Ueberzeugung, daß es in der Welt noch reine, mit Nebenabſichten nicht verfaͤlſchte Liebe gibt, und (mehr für ſich) fuͤr die Hoffnung, daß auch ich auf eine ſolche Liebe vielleicht einmal rechnen darf.(zu Wetter und Jettchen) Macht Ihnen die Kleinigkeit Freude, hilft ſie vielleicht uͤber die Hinderniſſe, die Ihrer Verbindung im Wege ſtanden, ſo iſt meine Abſicht erreicht, beſchaͤmen Sie mich nicht durch Ih⸗ ren Dank, ich bin wahrhaftig Ihr ewiger Schuld⸗