recht gut, nur taugte der Wein nichts. Steinau berechnete ſich mit Auerſtaͤdt und deſſen Familie heute einen ſehr vergnuͤgten Abend, und dazu gehoͤrte platterdings eine Flaſche Champagner. Dieſer ſehr vernuͤnftige Gedanke fiel ihm ein, als er vor dem Keller ſeines verehrten Freundes, des Herrn Wein⸗ haͤndlers Sauermann vorbeiritt. Vom Pferde ſprin⸗ gen, eine Flaſche Champagner ſich geben laſſen, uͤberlegen, daß Eine fuͤr die ſtarke Auerſtaͤdtſche Fa⸗ milie doch wohl zu wenig ſey, die zweite fordern, beide in die beiden Rocktaſchen ſtecken und ſich wie⸗ der auf den Sattel ſchwingen, und davon jagen, war das Werk von fuͤnf Minuten.
Beide, mit Draht, Bindfaden und Pech wohl⸗ verſehene Flaſchenhaͤlſe guckten aus den Rocktaſchen des Eiligen uͤber eine Viertel⸗Elle lang recht ge⸗ muͤthlich heraus, und erregten die Aufmerkſamkeit aller Voruͤbergehenden; um dieſen mit ſeinen Herr⸗ lichkeiten bald aus dem Geſichte zu kommen, be⸗ durfte es nur eines leiſen Wadendrucks, und der Braune, der fuͤr Sporen gewaltig ſenſibel war, griff aus, als ſtaͤnde vom Sturmwinde eine Wette
zu gewinnen. Je toller er ritt, deſto mehr ſahen die Menſchen ihm nach, und der fliegende Flaſchen⸗ keller hinten, der bei der raſenden Karriere in ho⸗ rizontaler Richtung von den Huͤften labſtand, ge⸗ waͤhrte ihnen einen hoͤchſt poſſierlichen Anblick. Die lange Allee wollte er nicht hinunter reiten, da be⸗ gegneten ihm Wagen uͤber Wagen, und in einem und
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Im Thereſenhayn war beim Speiſewirth Alles


