Teil eines Werkes 
74. - 77. Bdchn (1829)
Entstehung
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men. Jetzt denkt er mit keiner Sylbe weiter dar⸗ an; ich berühre den Punkt nicht, ſonſt wuͤrde er denken, ich wollte ihn ſeines Ruͤcktritts halber hoͤh⸗ nen, und ſo fahren wir Beide gut; er behält das Geld, was er ſo noͤthig hat, und begeht keine Sot⸗ tiſe gegen die Frau Miniſterin; und ich behalte Frieden im Hauſe, und erhalte ihm ſeine gute Laune. Merk' Dir das, Kind, und mach' es mit Deinem Manne auch einmal ſo; glaube mir, hundert Ehen wuͤrden jaͤhrlich weniger geſchieden, wenn die Frauen zu rechter Zeit ihr Maͤulchen halten koͤnnten; aber das verdammte Rechthabenwollen koͤnnen die Herren Maͤnner nun einmal nicht leiden, ſelbſt dann nicht, wenn wir wirklich Recht haben. Es iſt ſchwer, ich gebe es zu, es iſt ungeheuer ſchwer, da zu ſtehen, und mit allem Recht zu thun, als ob man Unrecht habe; es gehoͤrt eine Reſignation, eine Herrſchaft uͤber ſich ſelbſt dazu, die man ſich nur mit der groͤßten Anſtrengung nach und nach aneignen kann; aber der Lohn bleibt nicht aus; der Mann, und nament⸗ lich, wenn er ſo gut iſt, als mein ehrlicher Mat⸗ thaͤus, weiß das der Frau im Stillen Dank; er ſchämt ſich, beſonders wenn er ſpaͤter einſieht, daß die Frau doch Recht gehabt hat, ſeines ſtarren Hitz⸗ kopfs, und iſt bei der naͤchſten aͤhnlichen Gelegen⸗ heit gefuͤgiger, vorſichtiger, um ſeiner klugen, ver⸗ ſtaͤndigen Frau keine neue Bloͤße zu geben. Sieh', Kind, das iſt unſere Herrſchaft; durch unſere Ge⸗ meſſenheit, durch unſere Ruhe, durch unſere aͤchte um Gotteswillen nicht durch erheuchelte Sanft⸗ muth, dominirt die verſtaͤndige Frau jeden ich ſage jeden Mann ohne Ausnahme; an ſolchen zarten Faͤden leiten wir das ſtarke Geſchlecht, Wenn Clauren Schr. LXXVII.

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