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zu ſtehen habe, und daß, wenn ſie in der Sache et⸗ was zu reden haͤtte, der Archivar Auerſtaͤdt, gerade, weil man auf Schleichwegen fuͤr ihn wirke, und deſſen Unterſtuͤtzung gleichſam ertrotzen wolle, gewiß leer ausgehen würde. Mit dieſen Worten war Ihre Er⸗ cellenz, einen ſehr ungnädigen Blick auf Steinau zuruͤckwerfend, in ihr Nebenzimmer gegangen, und hatte der ſie dort erwartenden Kammerfrau befohlen, den Wagen vorfahren zu laſſen, um ſich nach dem Schauſpielhauſe zu verfuͤgen.
Dieſe ganze Scene ging jetzt Steinau Wort fuͤr Wort durch; er hoͤrte noch den kalten, ſtolzen Ton der Miniſterin; er ſah noch, wie ihr, vor heimlichem Aerger uͤber ſeine unbeſonnene Freimuͤthigkeit, mit der er den verwuͤnſchten Kanzliſten zur Sprache gebracht, und ihr, wie ſie es zu nehmen geſchienen, ihre Par⸗ teilichkeit, ihre Beguͤnſtigung des unwuͤrdigen Men⸗ ſchen, der aus Gefuͤgigkeit und Spekulation ihre Kammerfrau zum Weibe genommen, gewiſſermaßen zum Vorwurf gemacht, das Blut aus dem Geſichte gewichen war; er fuͤhlte den Donner ihrer Drohung, den alten Auerſtaͤdt, wenn ſie bei der Sache Einfluß haͤtte, mit ſeinem Geſuche, und ſeiner Fuͤrſprecherin und ſeiner ohnmächtigen Hofrathsverwendung durch⸗ fallen zu laſſen, im Tiefſten ſeines Herzens, und er⸗ grimmte uͤber das Alles um ſo lebhafter, als die Frau in der Hauprtſache nicht Unrecht hatte. Durch ſie ging nicht der Weg zum Miniſter, und wenn dieſer einem Alles, und dem Andern nichts geben wollte, durfte er, gerade in ſeiner, dem Miniſter unmittelbar un⸗ tergeordneten Stellung, daruͤber nicht raiſonniren.
Zu Allem dem hatte ihn das Intereſſe fuͤr Luiſen verleitet; er wollte auch auf die boͤſe werden; aber


