Teil eines Werkes 
74. - 77. Bdchn (1829)
Entstehung
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Jetzt kann ich, fuhr er, waͤhrend ihr die Schup⸗ pen des Vorurtheils vom befangen geweſenen Auge fielen, und ſich ihm ihr eingeſchuͤchtertes Herz wie⸗ der vertrauender zuwendete, lebendig fort:jetzt kann ich Ihnen Alles erzaͤhlen. Sie muͤſſen, um nicht vermißt zu werden, bald nach Hauſe; ich faſſe daher, was ich Ihnen mitzutheilen habe, in zwei Worte. Der alte Mann im grauen Sacke war der rr* eſche Ex⸗Oberſte Gaetano Braziani; die blaſſe Jungfrau, Pia, ſeine Tochter; der junge Mann mit dem breiten Dolche, der Er⸗Kapitain Serafino Saotella. Die innern Sturme ihres gemeinſamen Vaterlandes haben ſie in einen unſeligen Strudel getrieben; ehe dieſe ſich legen, ehe die Fackel der Zwietracht verloͤſcht, und Rachſucht und Leidenſchaft vergluͤhen, fordert, zur Sicherung ihres Lebens⸗ die Klugheit, ihre Entfernung vom heimathlichen Heerde. Die Verirrtens fluͤchen; nur Einiges koͤn⸗ nen ſie von ihrem bisherigen Ueberfluſſe zu Gelde machen. Ohne Namen, ohne Paͤſſe koͤnnen ſie nur zu Fuß, und einzig und allein nur des Nachts rei⸗ ſen. Fuͤr den Tag ſuchen ſie ſich Geroͤhrig, einſa⸗ me Waldpläͤtze, undurchdringliches Geſtruͤppe, Scho⸗ nungen, oder dergleichen unbeſuchte Stellen, zum Stilllager auf. Der freie Himmel iſt der Pilger Ruhezelt. Des Vaters hohes Alter, und Pia's ſchwache Kraͤfte erlauben nur kleine Nachtmaͤrſche; die friſche Quelle loͤſcht ihnen den Durſt; trockenes Brod, das Serafino vor einbrechender Nacht in