Teil eines Werkes 
61. - 63. Bdchn (1828)
Entstehung
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s chen.

1.

Es war am gruͤnen Donnerſtage, als von Herrn Fuͤrchtegott Ephraim Heydinger, wohlberuͤhmten Kauf⸗ und Handelsherrn zu Elleben, beim Kantor Lehnin, ein unfrankirtes Schreiben einlief, des In⸗ halts, daß nunmehr deſſen lieber Sohn ſeine Lehr⸗ jahre gluͤcklich uͤberſtanden habe, und in Kurzem bei den verehrten Eltern eintreffen werde, wo es nun an dieſen ſey, fuͤr des jungen Menſchen fer⸗ neres Fortkommen zu ſorgen. Eine wohlgeſetzte Lob⸗ rede ließ den Tugenden des bazherigen Zoͤglings alle Gerechtigkeit widerfahren, auch war die Erwähnung der eigenen Verdienſte um deſſen kaufmaͤnniſche Ausbildung nicht vergeſſen, und den Beſchluß machte ein Laus Deo uͤber mehrere kleine Auslagen, mit der dienſtlichen Bitte um baldigſte Berichtigung des Betrages.

2.

Soll ſein Geld haben, ſagte der Kantor, und legte das Schreiben, mit einem ſtillen Seufzer uͤber das ſchwere Porto, das es gekoſtet, in die alten

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