Teil eines Werkes 
64. - 66. Bdchn (1828)
Entstehung
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Gemordeten bezeichnet. Sie hatte keine Ruhe in der Marterhoͤhle, in welcher ihr treuer Gatte er⸗ ſchlagen war. Ueberall ſtand ſein Bild ihr vor der Seele; uͤberall verfolgte ſie die Schreckensgeſtal des Schaudervollen mit der blutigen Axt. Sie eilte wieder fort aus dem Hauſe. Der Morgen daͤm⸗ merte. Das Gewitter hatte ſich verzogen. Sie ging noch einmal zum Teiche. Keine Spur von den Verſchwundenen. Sie hatte keine Ruhe. Das Feuer der Hoͤlle brannte ihr in der Bruſt. Sie rang mit ſich ſelbſt. Endlich wandte ſie ſich gegen die Stadt, ging zum oberſten Richter des Orts, und gab ſich ſelbſt an.

Der feinfuͤhlende Mann behandelte die Ungluͤck⸗ liche mit Theilnahme und Anſtand. Die ganze Stadt ward von dem Vorfall erſchuͤttert. Man traf augenblicklich Anſtalt, den Teich abzulaſſen. Da erklaͤrte ſich das ſonderbare Ereigniß.

Der Moͤrder hatte in der Dunkelheit, in der Angſt und in der Uebereilung, den Zipfel ſeines duͤnnen Zeug⸗Oberrocks mit in den Sack gebun⸗ den. Als der Sack nun von der Mauer fiel, zog er den Moͤrder mit hinab, und letzterer ſtuͤrzte nach, weil er auf der Mauer knieete, und das Uebhe ge⸗ wicht ſeines Koͤrpers ohnehin ſich zum Teiche her⸗ abgeneigt hatte.

Ich ſprach Eliſen, von ihrer Familie beauftragt, im Gefaͤngniſſe. Sie war ernſt und ergeben, und