Teil eines Werkes 
64. - 66. Bdchn (1828)
Entstehung
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daß er langſam reiten mußte. Er bereitete ſich, da einmal von einer Anſtellung die Rede ſeyn ſollte, auf ein tuͤchtiges Examen vor; ohne Pruͤfung war ſeine Aufnahme in den landesherrlichen Dienſt um ſo undenkbarer, als kein Menſch ihn und ſein Wiß ſen kannte; gewiß, meinte er, hatte der Oberland⸗ jaͤgermeiſter einen recht gediegenen Juriſten zur Seite, der ihm erſt auf den Zahn fuͤhlen ſollte. Er mag nur kommen, dachte Emil, und durch⸗ flog in Gedanken ſeine Hefte, und fuͤhlte ſich uͤber⸗ all, wie auf ſeinem Rappen, ſattelrecht; doch als er mit ſeiner Stegreif Repetition auf das Kanoni⸗ ſche und auf das Wechſel⸗Recht kam, wollte er ei⸗ nige Schwaͤchen und Luͤcken verſpuͤren; indeſſen, ſollte denn das Ungluͤck wollen, daß der Pruͤfer ge⸗ rade in dieſe Felder gerathen mußte! Er wollte die Schuld auf die Profeſſoren wälzen, die uͤber beide gedachte Gegenſtaͤnde geleſen hatten, und unter al⸗ len ſeinen Lehrern die trockenſten geweſen waren; aber, je naͤher er dem verhaͤngnißvollen Rehhagen kam, je lauter ſagte ihm eine innere Stimme, daß die Schuld zum groͤßten Theile an ihm gelegen, daß er vom Aufange an gegen beide Rechtsbranchen lauer geweſen ſey, als gegen alle andere, und daß ſeine Strafe dafuͤr nicht ausbleiben werde. Bei den verſchiedenen kirchlichen Verhältniſſen des Lan⸗ des, ſey das Studium des kanoniſchen Rechts ein

unerläͤßliches, und da in der Reſidenz der Handel und Wandel immer mehr aufbluͤhe, ſo ſey ein

Rechtsgelehrter, ohne ganz genaue Keuntuiß des