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Die Kokette : ein Roman / von der Verfasserin der Erna, Felicitas usw.
Entstehung
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zen, und da er ſah, daß die Damen ſich um

ſie verſammelten, um ihr beizuſtehn, und

daß ſie die Augen wieder aufſchlug, um ſie mit dem Ausdruck der Todesangſt auf Benn⸗ dorf zu richten, ſo forderte er mit dem gan⸗ zen Ungeſtuͤm ſeiner aufgereizten Empfindung dieſen zu blutiger Rechenſchaft.

Ich ſteh' Ihnen Rede, antwortete Benn⸗ dorf kalt, indem er die verhaͤngnisvolle Brief⸗ taſche halb geoͤffnet empor hielt, um Euge⸗ nien die Briefe zu zeigen, die wie ſie wohl wußte in Leo's Hand gefallen, eine augenblickliche und ewige Trennung veran⸗ laſſen mußten. Aber ehe wir den Degen ziehn, um unſer Blut fuͤr eine Unwuͤrdige zu verſprizzen, ſei es mir vergoͤnnt, durch dieſe Papiere das Recht zu beweiſen, das

inſtige Verhaͤltniſſe mir auf dies Verfahren gaben. In einer ruhigeren Stunde, Herr Graf! ſuche ich Sie wieder auf.

Er ging. Man machte Anſtalt, Aerzte herbei zu rufen, und Eugenien zu Bett zu bringen. Durch ein entſezliches Vorgefuͤhl gemartert, beſchwor Leo ſie um Aufklärung