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Die Kokette : ein Roman / von der Verfasserin der Erna, Felicitas usw.
Entstehung
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liche Leben nicht laͤnger als Buͤhne Deiner herzloſen Verſtellungskunſt entweihen, ſondern lieber dem Theater, wo man ſeine Illuſio⸗ nen doch nicht mit Familiengluͤck und See⸗

lenruh erkauft, Dein vielſeitiges Talent, zu

betruͤgen, widmen moͤchteſt.

Wie vom Bliz getroffen, der durch ei⸗

nen maͤchtigen Strahl die ſchlanke Pappel ſpaltet, und ihre gruͤn umlaubte Krone ver⸗ ſengt in den Staub ſtuͤrzt, ſo ſtand Eugenia, erſt aufkreiſchend in den grellen Toͤnen des Entſezzens, und dann vernichtet in der in⸗ nerſten Tiefe ihres Seins vor ihm, und fuͤhlte ſich von jeder Kraft, die ſie ſonſt un⸗ terſtuͤzte, verlaſſen, indem ſie, langſam in ſich zuſammen brechend, mit ſchlaff herabgeſunke⸗ nen Armen und dem wie eine welke Blume

ſich neigenden Haupte, von Krämpfen ergrif⸗

fen, zu ſeinen Fuͤßen nieder fiel.

Jezt hatte Leo die laͤhmenden Bande des Schreckens von ſich abgeſtreift. Faſſen konnte er dieſen Auftritt noch nicht, aber ſein Gefuͤhl rief ihn auf, die Geliebte vor jeder Schmähung und Verfolgung zu ſchuz⸗