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Die Kokette : ein Roman / von der Verfasserin der Erna, Felicitas usw.
Entstehung
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eben durch die furchtbarſten Anſchauungen erlitten, und welche thaͤtige Anordnungen ſie zur Abhuͤlfe dieſes die Graͤfin befallenen Ue⸗ bels getroffen. Als ſie aber in der leichtſin⸗ nigen Vorausſezzung, ſeiner nun gewiß zu ſein, ihre Erzaͤhlung mit den Worten be⸗ gann: ſie iſt verruͤckt geworden; die Anlage dazu hatte ſie ſchon längſt— da durchzuckte ihn von neuem wie ein Schwertſtreich, der ſein Innerſtes zerſchnitt, die Ahnung, daß eine ſo verlezzende, aller weiblichen Milde entfremdete Aeußerung nicht aus einem Her⸗ zen kommen konnte, wie das war, das einſt in Agnes Buſen ſo innig fuͤr ihn, und ſo ſanft und ſchonend fuͤr andere ſchlug. In— dem er mit Heftigkeit ausrief: das wolle Gott verhuͤten; ich wuͤrde nie wieder einen frohen Augenblick im Leben haben!— riß er ſich von ihr los, und eilte an das Kran— kenbett ſeiner Gattin.

Tief erſchuͤtternd, wenn gleich weit ent⸗ fernt von aller Graͤßlichkeit, die Eugenia ihn hatte fuͤrchten laſſen) war der Anblick, der hier ſeiner wartete. Keine Bewegung,