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Die Kokette : ein Roman / von der Verfasserin der Erna, Felicitas usw.
Entstehung
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zu bringen. Aber Sie?—— ein Schau⸗ der ſchien ſie zu ergreifen— nimmer, nim— mermehr!— Haͤtt' ich ihn je geliebt, wenn ich es dulden koͤnnte, daß ſein verfuͤhrtes und getaͤuſchtes Herz der Raub einer Elen⸗ den wuͤrde, die gach kurzem Rauſch ihn eben ſo unglucklich machen muͤßte, als ſie verwor⸗ fen iſt?—

Dieſe Rede, Du wirſts begreifen, da Du mich kennſt, drang wie eine Brandrakete, alles entzuͤndend, in meine Seele. Ich ſah, daß das Lamm auch zuͤrnen und Widerſtand leiſten kann, und ihre zum erſtenmal hart, und mit dieſer mich ſchon allein erniedrigen⸗ den Grandezza ausgeſprochene Verachtung reizte mich zur Gegenwehr, und heiſchte Rache. Ich fuͤhlte, daß ich auf halbem Weg nicht ſtehen bleiben duͤrfte, und daß ich mir in meinen eigenen Augen ein Ridicuͤl zuzie⸗ hen wuͤrde, wollt' ich mich von der hochmuͤ⸗ thigen Ueberhebung dieſer romanhaften Tu⸗ gendheldin in die Flucht ſchlagen laſſen. Da⸗ her ließ ich eine Mine ſpringen, deren Wirk⸗ ſamkeit mir der Augenblick der Wuth, in

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