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Die Kokette : ein Roman / von der Verfasserin der Erna, Felicitas usw.
Entstehung
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Jezt aber, nun Du zuruͤck gekehrt biſt in die lang verlaſſene Heimat, und Deines Vaters Verlangen nach philoſophiſcher Zu⸗ ruͤckgezogenheit mir Buͤrge iſt, daß er keinen neuen Geſandtſchaftspoſten wieder annehmen, ſondern ruhig ſich und Dir kuͤnftig auf ſei⸗ nen Guͤtern leben wird, jezt iſt das Beduͤrf⸗ niß, Dir, wie ſonſt, jede leiſe Regung mei⸗ nes Herzens mitzutheilen, maͤchtig in mir aufgewacht, und ich gab Dir dieſe fluͤchtige Schilderung, damit Du nicht bei unſerem naͤchſten Wiederſehen meinſt, Du findeſt— obſchon anders durch Zeit und Verhaͤltniſſe geſtaltet— die Gluͤckliche wieder, der Du bei'm Abſchied die braͤutliche Myrte um das ſorgenfreie Haupt ſchlangſt. Mache Dich gefaßt, dem Abdruck tiefer Leiden in meinen Zuͤgen zu begegnen. Doch— wie auch der Schmerz die ſchwache Huͤlle veraͤndert und zerſtoͤrt hat— meine Freundſchaft fuͤr Dich iſt dieſelbe geblieben, und nicht mehr heiter, aber treu bis in den Tod ſchlaͤgt mein Herz Dir entgegen.