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Die Kokette : ein Roman / von der Verfasserin der Erna, Felicitas usw.
Entstehung
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24 ſie den einzigen Sohn, einen herrlichen drei⸗ jaͤhrigen Knaben, an dem ihre ganze Seele hing. Seit dem hat ihre Geſundheit ſo unendlich gelitten, daß ſie gewiſſermaßen da⸗ durch genoͤthigt ward, ſich in die groͤßte Stille zuruͤck zu ziehen. Trauriges Loos, dacht' ich, einen Blick auf mich und meine individuelle Lage werfend, auf den Umgang einer kraͤnklichen, melancholiſchen Frau be⸗ ſchraͤnkt zu ſein, und rings von den Freu⸗ den des Lebens umrauſcht, unter Tantalus Qualen meine bluͤhenden Tage in truͤbſinni⸗ ger Einſamkeit verſchmachten zu ſollen!—

Und der Graf? fragt' ich weiter.— Der Graf, verſezte Johanna etwas zoͤgerud, iſt ein Mann, der die Welt und ihre Er⸗ gözlichkeiten liebt. Er iſt wenig zu Hauſe. Kleine Reiſen entfernen ihn oft auf laͤngere Zeit— die Vergnuͤgungen, oder vielmehr Zerſtreuungen des Stadtlebens täglich. Die Graͤfin iſt viel allein, und damit ſeine öftere Abweſenheit ihr nicht allzu fuͤhlbar werde, hat er ſelbſt darauf gedrungen, daß ſie ſich

N.