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Die Kokette : ein Roman / von der Verfasserin der Erna, Felicitas usw.
Entstehung
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haft verhuͤllt, als gekleidet, ſo daß ſelbſt das Haar durch ein weiß geſticktes, am Kinn ge⸗ knuͤpftes Tuch faſt bedeckt war, hatte ſie, vielleicht ohne es zu wiſſen, oder zu wollen, die ſchwere Aufgabe geloͤſet, blaß und krank und truͤbe der Welt gleichſam abgeſtorben, und dennoch anmuthig zu erſcheinen.

Ich kann Ihnen heute nur fluͤchtig danken, ſagte ſie mit einer leiſen, aber me⸗ lodiſchen Stimme, als ſie mich eingeladen hatte, neben ihr auf dem Sopha Platz zu nehmen, daß Sie kuͤnftig zuweilen meine Einſamkeit theilen, und ſie durch Ihren freundlichen Umgang verſchoͤnern wollen. Ich leide oft, und heute eben wieder, an einem Kopfſchmerz, der mich unfaͤhig macht, viel zu reden; auch werden Die von der Reiſe ermuͤdet ſein, und der Ruhe und Erholung beduͤrfen. Moͤcht' es Ihnen wohl werden in dieſem Hauſe, ſezte ſie, meine Hand druͤ⸗ ckend, hinzu. Alles was von mir abhaͤngt, dazu beizutragen, werd' ich gewiß mit Freu⸗ den thun.