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ein Stickrahmen und das lebensgroße Bild eines Mannes, das, dem Sopha gegenuͤber, einen betraͤchtlichen Theil der Wand einnahm, ausfuͤllte. Eine Art von Kammerfrau, aber wie ich in den erſten Minuten ſchon weg hatte, von ihrer Dame mehr als Freundin behandelt, hatte wahrſcheinlich neben der Graͤfin geſeſſen, und ihr vorgeleſen, denn vor dem leeren, Wr Sophatiſch geruͤckten Stuhl lag ein aufgeſchlagenes Buch, und ſie zog ſich auch nur durch mein Eintreten unterbrochen, keineswegs verdrängt, in den Hintergrund zuruͤck.
Die Graͤfin, eine feine, aͤtheriſche Ge⸗ ſtalt, auf deren bleichen Wangen trotz der Jugend ihrer Jahre nicht mehr die friſchen Roſen der Geſundheit bluͤh'n, richtete ſich auf, als ich ihr nahete, und empfing mich mit wohlwollender Hoͤflichkeit.
Sie iſt weniger faſt als mitteler Größe, ſchlank und zart gebaut, mit einem Antliz, in deſſen wirklich angenehmen Zuͤgen eine ſtille Schwermuth den hervorſtechendſten Aus⸗
druck bildet. Ganz in weiß, mehr nonnen⸗


