Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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erſten Scheine des Tages warf ſie einen ſcheuen Blick auf die unbekannte Geſtalt, welche ihr ſchwer laſten⸗ des Haupt ſtützte. O Schrecken! bedeckt mit ei⸗ nem rothen Mantel, deſſen lange Falten ſie umſchloſ⸗ ſen, befand ſie ſich in den Armen der blutigen Schreck⸗ geſtalt.

Schnellen Schrittes erklomm dieſe das Gebirge, und drang in den Wald; ſchreckend wie ein zerſtören⸗

des Meteor glitt ſie hin durch die Schatten, und floh

eilend durch Felſen und Abgründe. Leicht wie ein phan⸗ taſtiſch wirbelnder Wind ſchien ſie ungeduldig in ſeinem Laufe nur eine Nebelgeſtalt mit ſich zu führen: ſchwei⸗ gend, wie eine Unheil bringende Erſcheinung, ſchien ſie wedek dem Leben noch dem Tode anzugehören.

Die Tochter St. Maur's ſtieß einen tiefen Seuf⸗ zer aus, und ihre Augen ſchloſſen ſich mit Schrecken.— »Elodie! Elodie!« rief eine zarte, flehende Stim⸗ me. O! wie dieſer bekannte Ton in dem Herzen der Waiſe wiedertönte! Die erſten Strahlen der Sonne

erheben weniger ſchnell die durch eine Sturmesnacht

niedergeſchlagene Blume, das Waſſer der Quelle in der Wüſte, wenn es an die Lippen des im Sande der Wüſte Sara verirrten Reiſenden gebracht wird, führt nicht ſo ſchnell in's Leben zurück; ein Accord aus den Lobgeſängen des Himmels hätte weniger Entzücken ge⸗ bothen. Elodie öffnete ihr Auge dem Rufe der Liebe und des Schmerzes, und ſchon verſchmolz ſich ihr Blick mit dem Blicke des Einſamen., Er hatte ſeinen Lauf gehemmt; er hielt ſie in den

Der Einſame.„.

Armen, und ſchloß ſie an ſein Se W die Zung