Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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»Fern nur donn're der Blitz, dir, himmliſch Erwachen

Eines heiter beglückenden Tags, iſt die Stirne gewölbet Nur für Kronenſchmuck, für Liebe das fühlende Herz nur.«

Darauf erſchienen die Hirten, die Bergbewohner und jungen Mädchen von Underlach im Hintergrunde der Gallerie: ſie waren weiß gekleidet und geſchmückt mit blauen Bändern; ſie trugen die Gaben des Dörf⸗ chens, und bedeckten die Stufen des Thrones mit ihren Blumen⸗ und Fruchtkörbchen. Freude glänzte auf ihren Zügen, und die Jungfrau vergoß Thränen der Rüh⸗ rung, während der ländliche Chor in Abtheilungen den zweyten Schluß des kriegeriſchen Geſanges wiederholte:

Himmliſche Tochter, o heiter prangende Blume der Un⸗ ſchuld,

Glänzend erſcheint ein neuer Tag dir! Rede.. ein Wort nur

Reiner Liebe erwartet als Lohn der tapferſte Held hier.«

Aber welche überraſchungen waren der Waiſe be⸗

reitet. Elodie wurde auf einen Wagen in Geſtalt einer Seemuſchel gehoben, über welchem ſich eine blaue Decke erhob; und von den Bergbewohnern und jungen Mäd⸗ chen nach dem Amphitheater gezogen, das auf dem

Grasteppiche errichtet war: die Ritter, die Knappen,

die Pagen bildeten das glänzende Gefolge der jungen Nymphe, und die kriegeriſche Muſik ging vor dem Triumphzuge her. Weniger ſchön erſchien Cytherea, als ſie in den Amathuſiſchen Hainen, von Tritonen

gezogen, von Nereiden begleitet, von Amoretten um

ringt, den Spielen des Mars vorſtand.