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die Liebe, die Ehre, Reichthum und Ruhm werden euer Daſeyn umgeben. Wie ſegne ich den Himmel, der mich in dieſe Gegend geführt hat, um das Glück einer verlaſſenen Waiſe zu ſichern! Mächtig durch eure Reichthümer, werdet ihr überfluß und Freude unter alle Hütten von Underlach bringen; mächtig durch euren Rang, wendet ihr der Stolz und die Freude eurer Familie ſeyn; mächtig durch eure Reitze, werdet ihr die Zierde des Hofes von Lothringen ſeyn; mächtig durch eure Tugenden, werdet ihr die reinen Sitten unſererer Vorfahren dahin zurückführen. O theure Elodie, wer weiß, ob euch der Ewige, indem er den Helden, der euch anbethet, zu höhern Beſtimmungen ruft, euch nicht eine Krone bereitet“
Ungeachtet der Kunſt ihrer Rede hatte dennoch die Gräfinn das Herz der Waiſe nicht bewegen können: kein Gemählde konnte ſie entzücken, keine Anerbiethung verblenden. Sie, die vor kurzem den Muth gehabt hatte,
der reinen und edelmüthigen Liebe, den rührenden Bitten des ſchönen und hochherzigen Ecbert's zu wider⸗ ſtehen: konnte ſie durch die Aufzählung der Titel und
Reichthümer eines Ehrſüchtigen verleitet werden? Ru⸗
hig ohne Kälte, feſt ohne Kühnheit erhob ſich Elodie mit Würde, und antwortete:
Edle Frau, ich kenne das Schickſal nicht, wel⸗ ches der Himmel mir vorbehalten hat; aber ich ſtrebe nicht nach einer Krone; der Glanz des Lebens ſcheint mir nicht auch das Glück deſſelben zu beſtimmen. Er⸗ zogen in der Dunkelheit glaube ich mich nicht zu einem hohen pltze auf der Erde berufen, und der Kloſter⸗
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