Jugend-
Internationale
Begegnungsstätte
MAuschwit?
S 1971 betreibt die Aktion Sühne- zeichen /Friedensdienste den Plan des Bau- es einer Imernationalen Jugendbegeg- nungsstãtte bei Auschwitz. Vor allem Vol- ker von Törne hat immer wieder versucht, einen Baubeginn herbeizuführen— doch vielfãltige Schwierigkeiten auf beiden Sei- ten standen dem immer wieder im Wege.
Geplant ist nach wie vor kein touristisch orientiertes Jugendhotel, sondern ein Se- minargebãude mit 60 Betten, Seminar-und Gruppenräumen, einem Filmraum und anderen Einrichtungen umer Berücksichti- gung didaktischer Gesichtspunkte. Aufga- be der Imernationalen Jugendbegegnungs- Stätte soll es sein, Jugendgruppen aus aller Welt, die die Gedenkstätte Auschwitz be-
hen, aufzunehmen und ihnen dort die elegenheit zu geben, auf dem Hinter- grund der Geschichte die brennenden Fra- gen nach einer Verstãndigung und Versbh- nung ⁊wischen den Võlkern zu diskutieren. Die Bauzeit des von der Aktion Sühneze- chen /Friedensdienste und dem polnischen Verband ehemaliger Widerstandskämpfer (EZBoWiD) gemeinsam veranworiteien Projekts, soll maximal zweieinhalb Jahre betragen. Finanziell wird das Projekt we- sentlich umerstütz durch Zuschüsse des Berliner Senats, der Evangelischen Kir- chen, der Stiftung Deutsche Jugendmarke und natũrlich durch viele, viele Einzelspen- den.
Wichtig ist für uns vor allem, daß der Bau der Jugendbegegnungsstätte in der Kontinuität unserer Polen-Arbeit steht. Die 40 bis 50 Gruppen, die jährlich über die Aktion Sühnezeichen /Friedensdienste in die drei Gedenkstätten Auschwitz, Maj- danek und Stutthof fahren, haben für den Bau der Jugendbegegnungsstätte wichtige inhaltliche Vorarbeit geleistet. Viele Be- richte unserer Gruppen sind geprägt von dem Willen, sich persönlich für die Ver- sbhnung Zwischen Deutschen und Polen einzusetzen.— Gerade in diesen Tagen ei- ne wichtige Aufgabe. Nach wie vor gilt für unsere Gruppen der Satz des polnischen Journalisten Jerzy Piorkowski, den dieser Schon vor etlichen Jahren geschrieben hat:
»Den jungen Menschen von der Aktion Sühnezeichen hat Auschwitz den Mund geöffnet. Sie wissen, daß die Geschichte und Gegenwart eins sind. Für diese jungen Christen ist Auschwitz weder ein Phantom noch ein Gespenst. Auschwitz ist für sie weder Schweigen noch Ende einer Fahn. Auschwit?z ist der Beginn eines Weges und die Stimme, die in die Zukunft fühn.«


