Anstoß dazu hatte die in Frankkurt, Gießen und Vetzlar gezeigte Aus- stellung des polnischen Halers 1. Koseielnial gegeben, die seine ei- genen, leidvollen Erfahrungen des Lagerlebens viederspiegelte.
Unser Freund II. Heineck hatte die Ausstellung betreut; er war es auch, der in Krakau den bei allen Keiseteilnchmern unvergessenen Kontakt mit ehemaligen Auschwitzern ermöglichte.
Den bindruck von zvei Tagen in Auschwitz und Zirkenau schi1dert eine der Kitkahrerinnen, Kenate Berlet(à9), in ihrem leisebericht
mit den folgenden vorten:
„ür alle bhahrtteinehner varen Auschitz und Birkenau die schwer- Ste station der ganzen ieise. Es war die Konfrontation nüt brutal- ster Grausarnkeit, phrattiziert an wehrlosen ſienschen, wie sie nur ein schizophrenes ürn, das glaubte, deutsche ſenschen von dem Kin- (luß anderer iassen reinhalten zu müssen, erdenken connte. Der Be- such dieser Lager var die iierausforderung an unser Gewissen; an unser Bemihen, nie mehr so1che Brutalitäten zuzulassen, a11en An- Tängen zu vehren, wenn neofaschistische Grupyen heute vieder zu einem nationalen Denken auffordern..*
„ps verwundert nicht die sorge von K?- hiemaligen, wenn sie beschwö- rend gerade der Jugend nahelegen, das 6edenken an die unz ihligen opfer vachzuhalten, wenn sie selbst einmal nicht mehr persönlich Zeugnis von schier unfaßbarer Unmenschlichkeilt ablegen kKönnen.
Sicher haben die Rhemaligen nicht nur»aus G1Liick“ diese Lager Uberlebt;sicherlich war es auch ihre psychische Stirke, dank derer sie uns heute in Vergebung und Preundschaft begegnen Können...
„Tch glaube, a11e Fahrtteilnehmer haben von dieser Kraft der Verge- bung gelernt. Vielleicht vird der eine oder andere in seinem A11tag aus dieser Erfahrung etwas in sein eigenes zukünftiges iande In und Virken übernehmen„
prau Berlet beendet ihren Bericht ln diesem Land wohnen nen M schen, Menschen vie du und ich, die ein Kecht auf ein vo11es, gutes und schönes Leben haben. Wollen wir uns dessen erinnern, venn wir be- sonders jetzt zur kKormenden Veihnachtszeit weder aus dem Vo11en schöpfen. Freude zu bereiten, ist eine schöne ErfFahrung, der vir uns öffnen so11ten. Die Henschen in Polen kKönnen vir aber nicht nur durch die ZrTüllung kleiner Winsche froh nachen, sondern vor allem qurch Freundschaft, die sich über ſirenzen, Mationalitäten und ie1i— gionsunterschiede hinweg Leben und erfahren 1ißt. jat diese ieise
nach Polen uns dazu wachgerüttelt, dann hat sie ihren öweck erfü11t.*


