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kugen Bckert, Jahrgang 19„verbrachte vährend eines Arbeitsetn- satzes der Aktion Sühnezeichen/Friedensdienstenim Frühjahr 1983 einige Zeit in Auschwitz. Seine tiefe Betroffenhett schiLdert er in einem 1ängeren Bericht, den vir an dtessr Stelle auszugsveise veröffentlichen. nKanada“, das Vort Klüngt nach ausgedehnten väldern und grenzen- 1oser Freiheit.»Kanada“, ich stehe im östlichen Tei1 des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz-Rirkenau und starre auf einen Berg aus inelnander verschmolzenen scheren, Löffeln, Gabeln und ſiessern. welchen Schub1Läden und Nähkästen sie wohl stanmen?Durch welche Hnde sie vohl gegangen sind?sie könnten Geschichten erzählen: über Häuser und iHenschen, über Pörfer und städte, in unterschied1i- chen europiitschen Sprachen. Aber sie sind durch das Feuer gegangen, genauso vie ihre Besitzer, und bis zur Unkenntlichkeit verbrannt⸗. nKanada“, so hießen in tronischer iäftlingssprache die io1zbaracken, in denen der persönliche Besitz der Ermordeten gesammelt und sortiert vurde. Um die Spuren und Bewetse ihrer Verbrechen zu ver- bergen, 1egte die S8 kurz vor der Befreiung des Lagers in den 35 Baracken Feuer. Sechs davon brannten nur teilveise aus. Dort fand man Ju8 820 janneranzüge, 836 525 Frauenkleider, 5 255 Paar Frau- enschuhe, 38 ooo0 Paar Herrenschuhe, 13 69% Teppiche, sov1e eine große Anzahl von Prothesen, Scheren, Zahnbürsten.„ Wie so11 ich das begreifen? Ich gehe iiber Boden, auf dem etwa vier Mi111 onen Menschen ihre 1etzten Schritte taten. Vier Mi11ionen un- errül1Lte Leben, vier Mi111onen Wunder aus Wissen und Können, aus Sehnsüchten und Träumen wurden hier durchkreuzt.Vie 1 ange ist eine Schlange aus vier Mi11ionen Menschen? Nelche o11e spielt da noch D Einze1lne? Das»Unternationale Denkmal Tür die Opfer des Faschis- mus“, das von den Krematorien LT und TIT gerahmt vird, beantwortet diese Frage in eigener Meise. Ein Hektar Erde, 10 o00 Quadratmeter Boden von Prlastersteinen bedeckt. In Erinnerung an Jeden Toten ein Plasterstein. Daß kein Gras über dte Sache wächst, darum s1nd
wir hier, vie v1ele Gruppen vor und hoffentlich' auch nach uns„„
ShenTal1s 1983, vom 1. bis 14. 4tober, fuhr eine Gruppe von Jugend- 1ichen und Erwachsenen der St. Katharinengene inde Frankfurt unter Leitung ihres bTarrers J. Proescholdt nach Polen.Einige Tei1nehmer aus dem aum 61iehen/Vetz lar hatten sich angeschlossen-Auch vier
ehenalige Auschwitzer varen dabei.


