Heft 
1983
Einzelbild herunterladen

Mädchen- es hatte kKreuz seiner Ze1LLe nur noch eine: mä wurde schwarz vor Augen und Lch habe furnchtbar geschrden Das war meine Schwester.

Säie geht an ihren Schrank, nämmt eine

kLeine herzförmige KrästalLvase heraus imn den po1Lnischen Farben rwot-weiB. 8S6 umarmt und küßt Hermann.

Sie sagt: TcCch 1L4ebe diese Vase.

Nehmen sie ste mät. Sie 1st ein Stück

von meinem Herzen.

sicham Fenster- orhängt. Lch we1B

Moni ka He 1d

Bianæ des 5o. Jahresfages

Es war schon erstaunLich wäe umfangreic in den Maseenmedien, im Fernsehen, Rund Funk und Zei tungen des Jahrestages der

Machtübergabe an den Nazi faschismus ge- dacht war. Läche Vewanstal tungen statt. SchLießLich noch däie Demonstrationen und Kundge bun- gen in mehreren GroßBstädten am Jahres-

tag, an denen sich insgesamt mahr a1s

15o000 Menschen betetLigten. Vor alLem

muß erwähnt werden, daß in väeLen Schu- Len der Jahrestag im Unterricht einbe-

zogen war, däe antifaschistische Wäder- s tandskämpfer, überLebende Opfer des Hi t Lerfaschismus gestalten konnten.

konnten erzählen, wäe säie den Faschäs— mus erLebt haben, auch über den Wäden- s tand- und so haben väele junge Men-

schen zum erstenmal erfahren, derstand seit 1933 und ncht erst Hermann Reineck berichtet, 55 mal in Schulen gesprochen hat, wiP wäissen, dãie Schüler waren, sprach.

Esther Be jawano war und fst auch heute

nooch fast tägLch gefordert, als ehema- Liges Mi tgLed des Mädchenonchesters in Auschwätz. Sie wä yd kaum däe Zahl von

Vewans taltungen und Kundgebungen nennen können, wo sde aufgetreten Ist, wo se über Auschwi tz sprach und gesungen hat.

Si e

se4 t

und

Auch fFüm mä ch 1st dae Zahl von Veranstal-

tungen kaum übersehbar, wo 1ch über mei- ne FErfahrungen berächten konnte, auch in Schulen.

Es zeigte sich etwas ganz neues: Eän enorm gestiegenes Bedürfnäs zn der jun- gen Generatdon,— Zet tzeugen der Opfer des H tLerfaschismus und des antifa— schistischen Wderstandes zu hören, de Lhr Lebendäg das vermi ttelt, was sonst kein Schulunterricht, kKeine Bücher oder Thre

auch keine Fernsehsendung kann.

AuBerdem fFanden viele öffent-

daß es Wä—

daß er alLein

we aufgewühLt und betroffen als er über AusRhwä tz

Begegnung mät Lhnen hat meist immer ne erschütternde und nachhaltige Wrk Däies trifft vor allem zu, wenn s1e A w tzer begegnen;- denn was sett 1945 fFür däe nachgewachsene Generation orga-

näsert verhindert war,— 1st doch zdem-

1L ch Ins Bewußtsein der heuttgen zungen Generaton gedrungen, daß es ein Ausch- w tz gegeben hat. Der Name Auschwi tz 18t Für sie das Synonym der 12- ährdgen Schreckensheryschaft geworden.

Sovdel stch nun auch däe Massenmeden des Themas Aus chwtz angenommen haben,- dae von der jungen Generation meist ge- steLLte Frage: wäe wares mög1ich?7„ däese Frage war so gut wie nie beantwor- tet, da war sde von den Medäen at1ein ge Lassen!

Der 50. Jahrestag hat uns nochmals deutLich gemacht, wäie notwendäg dãe Existenz der*Lagergemeinschaft Ausch- w tz* 166. 0 Für däie Begegnung md t der zungen 6en ration 1st jeder Aus chwi tzer und auch die Angehörigen von in Auschwätz Er- morde ten aufgerufen, sofern er gesund- heit1Lich dazu in der Lage 1st.

Gerade angesichts des vachsendes NeoO— nazi smus 1!

Es motivient am meis ten däe jungen Menschen in unserem Lande den Neofa- schismus zu bekämpfen, venn besonders auschwitzer aus Uhren entstzLichen Er- Lebnäissen vor den Gefahren warnen, wenn alte und neue Nazts unbehe1LLägt ihr GifFt verbreiten.

A11e müssen auftreten, a11e Auschwi tzer auch däe Angehörägen müßten jede Ge1e— genhett nützen, um aus ihrer Erfahrung mahnend und warnend däie Losung zu Ve— deutLichen: Nie wã eder e weder Krieg, keine Atomraketen!*, Fernseh- und Rundf' unk j ournalsten su- chen oft Auschwi tzer, mät denen sie Sendungen gestalten woLLen.

Thnen müßten wär zur Verfiügung Sbehen so wde die Kameradin Lui se Mauer, über dãe oine außerordent1Lich bosndme Sendung im Fernsehen 14ef.

Das g1t auch fürn das Rundfunkänter-

w eW m t Hermann Reineck und Es ther

Be Jarano. Noch mehr müssen zum Vort kommen und vor alLem äin däe Schulen gehen. Daher ist es auch wchtig, daß wr uns bemihen at1e Auschwi tzer und Angehörige in unserer Gemeinschaft zu erfaseen, däie Ihr noch ni cht angehören. WN müssen iImmer davon ausgehen, daß es ketne andere Lagergemeinschaft gibt deren Namen ein so1ches mora1sches

und po1§ tisches Gewicht hat, als dã Gemeinschaft, däe den Namen nAus chwi tz* trägt.

Peter Gingo1d

*4