Heft 
1983
Einzelbild herunterladen

2.

faschistische Ideologie abgeben. Hitler der alt- und neofaschistischen 6efahr

war eben kein Betriebsunfal. Die mensch- zu begegnen, diese Bewährungsprobe möchte enverachtende Diktatur ist nicht mit Nat- man sich gerne erspären. Denn die 6esch- Wurnotwendigkeit über die Deutschen gekom- ichte lehrt uns, daß demokratische Irs-

en. Sie war nicht notwendige Folge des dition in unserem Land nicht tief ver-

sozialen Elends dieser Tage.wurzelt ist. Auch die an sich erfreuliche

Tatsache, daß aus Anleß des 50 Lahresta- ges der Machtergreifung zahlreiche 6e denkveranstaltungen durchgeführt wurden, kann nicht als Indiz dafür gewertet verd- en, dsß unsere jüngste 6eschichte im BewußBtsein der Menschen aufgearbeitet

bie Entstehung des faschistischen Systems natte vielmehr zu tun mit der jahrhundert- langen autoritären und obrigkeitsstasat- ſichen Fradition in Deutschland, die im ustiz- und Stastsapparst der Meimsrer

Republik ihre konsequente Fortsetzun 2 3 Nicht zuletzt sie zu tun nis vorden vöre. Solange jedenfalls nicht⸗

wie die Erinnerung an den nstionalsozia- en listischen Terror den offiziellen 6edenk- glaubten, bei der Verteilung der Melt e ein und ihrer Märkte zu kurz gekommen 2u Datum gebietet, erinnert man sich der Folgen des Naziregimes, danach geht män Sind wir wirklich vör einer Miederholung beruhigt zur Fsgesordnung über. Möchte Jener Ereignisse, in velcher husprögung endlich in Ruhe gelassen verden, nicht auch immer, gefeit? Zeigen nicht vielmehr immer an die schreckliche Zeit erinnert

6 faschistischen Psrolen in unseren verden. Men solle die ſoten endlich ruhen ſagen und- noch schlimmer- die KMktivi- lössen, hört man leider alzu oft nicht täten der Meonazis, daß solches 6edanken- nur von den Mteren unter uns. Eine Na-

gut keineswegs ausgemerzt ist? Parolen tion, die sich der Schrecken ihrer 6esch- wie»die Türken hoben noch vor sich, was ichte nur erinnert, venn ein rundes Datum die Juden hinter sich haben sprechen dies befiehlt, hat nicht gelernt, mit

eine alzu deutliche Sprache. Den faschis- der Vergangenheit zu leben, noch kann tischen Parolen sind bereits schreckliche sie sicher sein,ohin ihr Meg in die ean ene eit 6erade ängesichts der

erinnern. Die Deutschen waren immer sehr jüngsten Ereignisse, des Aufschwungs, schnell bereit, nsch Sündenböcken für den Neonazis bekommen haben, gilt es, ihre soziale Not zu suchen. Menn heute den Anfängen zu vehren. Da reicht es an Stemntischen und nicht nur dort den nicht äus, 6edenktage zu begehen. Die aus ändischen Mitbürgern die schuld an Erinnerung an das leidvolle kspitel un- der erschreckend hohen Krbeitslosigkeit serer 6eschichte muß vielmehr im Altag

gegeben wird, so zeigen sich verhängnis- Platz greifen, muß algegenwärtig sein. voſle pärallelen zu damals. Ob das deno- Nur so wird es möglich sein, der neuer- kratische 6egengenicht stark genug wäre, lichen faschistischen Bedrohung den Nähr-

boden zu entziehen.

As trid Knöss

Fahhrt nacCh Wi pLanen Ende August-Anfang Sep-

tember 1983 nach Auschwitz mit

NatürLich werden wär auch däe schö- yY ne mätteLalterLiche Stadt Krakau 5 besuchen.

Die Fahrt so11 etwa 6 7 Tage dau- ern und däe Kosten werden wärT s80 In den 1etzten Monaten sind vie1e gering wäe mög1ich halten.

Briefe bei uns eingegangen, aus deren Inhalt hervorgeht, daß großes Interesse an einer Fahrt nach Ausch- wi tz besteht.

Wär vo1len deshalb alle M tgLäeder Schreiben Säie uns a1so bitte um

nd Freunde bätten uns zu schrei gehend, wenn Säe Interesse haben ver an einer so1chen Fahrt so11ten, damit wär mät den Vorbe ei Lnehmen möchte. vei tungen beginnen können.

Bei den Aufenthalten in Auschwi tz und Krakau werden.F Ge Legenheit zu Gesprächen mät ehemaligen Ausch- tz HäftLingen haben.