Heft 
(2003) 2/2003. Dezember 2003
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6 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwit?er

beit oder in Folge einer der menschen- vernichtenden Launen des SS-Regi- mes den Tod fanden. Das Prinzip des Konzentrationslager Auschwitz lautete Deutsche Häftlinge können sterben, polnische Hãftlinge vollen sterben und jüdische Häftlinge müssen sterben. Zurück im Stammlager. Wir be- sichtigten nochmals die Blocks und ei- ne schr bewegende Ausstellung der Sinti und Roma. Ebenso nochmals die menschenleere Gaskammer und das Krematorium des Stammlagers fas- sungslos über das, was Deutsche vor 60 Jahren in treuem Pflichtgehorsam an- deren Menschen angetan haben.

Montag, 6.10.2003(Besuch in Monowitz und erneut in Birkenau)

Am Frauenlager und dem Mahnmal für die ermordeten Sinti und Roma vor- bei zu den Uberresten der gesprengten Gaskammer. Direkt hinter dieser Rui- ne befindet sich eine Lichtung, auf der die vergasten Leichen zunächst ver- brannt wurden(hiervon existieren heimlich von Hãftlingen aufgenomme- ne Fotoaufnahmen). Vorbei am Klär- werk und am Mahnmal gingen wir dann auf demTodesweg zurück zum kom¶ mandanturgebãude. In dem Buchladen erwarb ich die Biografie von Tadeus? SobolewiczAus der Hölle zurück.

Zwangsarbeit für die IG Farben

Frankfurter Initiative Studierender im IG-Farbenhaus wollen Oberlebende des Lagers Auschwitz III/ Buna Monowitz einladen

Das KZ Auschwit? III oder Buna- Monowitz wurde eigens für den IG- Farben-Konzern gebaut. Hier waren die Zwangsarbeiter untergebracht, die beim Bau der IG-Farben-Fabrik für synthetischen Kunststoff und Flug- treibstoffe ausgebeutet wurden. Zeit- weise arbeiteten auf der Baustelle bis zu 10.000 Häftlinge. Insgesamt gingen in Monowitz rund 25.000 Menschen gemäß dem Nazi-PrinzipTod durch Arbeit zugrunde.

Im heutigen Dorf Monowice gibt es kaum mehr Spuren des ehemaligen Konzentrationslagers. Dagegen exi- stiert in Frankfurt am Main noch die chemalige Konzernzentrale der IG- Farben, in der heute Teile der Univer- sität untergebracht sind. Hier fand 1008 ein Treffen der überlebenden Zwangsarbeiter unter Organisation

des Fritz-Bauer-Instituts statt, dem, angeregt durch die Uberlebenden ein zweites folgen sollte. Das konnte bis heute nicht geschehen. Die Initiative Studierender im IG-Farbenhaus beab- sichtigt in Zusammenarbeit mit dem Fritz Bauer-Institut dieses zweite Iref- fen im Mãrz 2004 Stattfinden zu lassen. Die Uberlebenden kõnnen erst ein⸗ geladen werden, wenn Finanzierung zusagen vorliegen. Für diesen Fall soll ein Rahmenprogramm organisiert wer- den angedacht sind Lesungen und Be- gegnungen mit dem Ziel, Zwangsarbeit im Dritten Reich am Beispiel der 16 Farben zu beleuchten und zu erinnern. Informationen, ob das Ireffen stattfinden und wie im positiven Fall das Programm gestaltet werden kann, verschicken wir auf Anfrage unter igfarbentreffen Gyahoogroups.com