Heft 
(2003) 1/2003. Juli 2003
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Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 7

Weg kritisch unter die HEupe genommen wurde. Die Namens- gebung war 1987 nach einstimmiger Beschlussfassung von Magistrat und Stadtverordneten- versammlung er- folgt. Der Vorschlag zu war von Bür- germeister Rohde gekommen.

Anlass der Grü- nen-Anfrage war ein Vortrag des NSForschers und Publizi- sten Ernst Klee in Bad Nauheim. Auf Pinladung der Lagergemeinschaft Auschwit?- Freundeskreis referierte er am 31. Oktober 2002 im voll besetz⸗ ten Café König überMedizinverbre- chen der NS-Zeit und nahm dabei auch einige lokale Größen aufs Korn. Wie in Klees Buch, Peutsche Medizin im Dritten Reich- Karieren vor und nach 1945 auf Seite 189 ausgeführt, erfuhr man an diesem Abend, dass Thauer 1042 als Dozent am Frankfur- ter Institut für animalische Studien

erdie Einwirkung extremer Tem- peraturen auf den menschlichen Or- ganismus forschte- und zwar für Luftwaffe und Marine. Hierbei wur- den laut dem damaligen Instituts- direktor Karl Wezler auch Experi- menteam Menschen selbst und an Hunden ohne Narkose vorgenom- men. Allerdings wird nicht gesagt, wer die Versuchspersonen waren.

Klee hat in seinen Publikationen immer wieder nachgewiesen, dass sol- che Experimente im Pritten Reich fast ausschließlich an KZHäftlingen

ausgeführt wurden und dass der Tod der Testpersonen dabei bereitwillig in Kauf genommen wurde. In seinem Buch, Auschwitz, die N- Medizin und ihre Opfer, für das er 1997 den Ge- Schwister-Scholl-Preis erhalten hatte, berichtet Klee von einer Tagung zum Thema Arztliche Fragen bei Seenot und Winternot. Rund 90 EliteMedi- ziner für Kuftfahrtmedizin und Kälte- forschung erörterten Ende Oktober 1042 in Nürnberg die Folgen von Sauerstoffmangel in extremen Höhen und eisiger Kälte für den men- schlichen Organismus. Neue wissen- schaftliche Erkenntnisse waren kurz zuvor bei Versuchen an Hãäftlingen im Konzentrationslager Dachau gewon- nen worden.

Klee zitiert aus dem Tagungsbe- richt in dem es mit Bezug auf in eis- kaltem Wasser erstarrte Versuchsper- Se e hört schlagartig auf, wenn der Tod eintritt (Alschwitz, die N Medizin und ihre Opfer, S. 238). Das Resümee des Au- tors:Die Mediziner erfahren, dass Versuchspersonen zu Tode gebracht