Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 7
Weg“ kritisch unter die HEupe genommen wurde. Die Namens- gebung war 1987 nach einstimmiger Beschlussfassung von Magistrat und Stadtverordneten- versammlung er- folgt. Der Vorschlag zu war von Bür- germeister Rohde gekommen.
Anlass der Grü- nen-Anfrage war ein Vortrag des NSForschers und Publizi- sten Ernst Klee in Bad Nauheim. Auf Pinladung der Lagergemeinschaft Auschwit?- Freundeskreis referierte er am 31. Oktober 2002 im voll besetz⸗ ten Café König über„Medizinverbre- chen der NS-Zeit“ und nahm dabei auch einige lokale Größen aufs Korn. Wie in Klees Buch, Peutsche Medizin im Dritten Reich- Karieren vor und nach 1945 auf Seite 189 ausgeführt, erfuhr man an diesem Abend, dass Thauer 1042 als Dozent am Frankfur- ter Institut für animalische Studien
er„die Einwirkung extremer Tem- peraturen auf den menschlichen Or- ganismus“ forschte- und zwar für Luftwaffe und Marine. Hierbei wur- den laut dem damaligen Instituts- direktor Karl Wezler auch Experi- mente„am Menschen selbst und an Hunden ohne Narkose“ vorgenom- men. Allerdings wird nicht gesagt, wer die Versuchspersonen waren.
Klee hat in seinen Publikationen immer wieder nachgewiesen, dass sol- che Experimente im Pritten Reich fast ausschließlich an KZHäftlingen
ausgeführt wurden und dass der Tod der Testpersonen dabei bereitwillig in Kauf genommen wurde. In seinem Buch, Auschwitz, die N- Medizin und ihre Opfer“, für das er 1997 den Ge- Schwister-Scholl-Preis erhalten hatte, berichtet Klee von einer Tagung zum Thema Arztliche Fragen bei Seenot und Winternot“. Rund 90 EliteMedi- ziner für Kuftfahrtmedizin und Kälte- forschung erörterten Ende Oktober 1042 in Nürnberg die Folgen von Sauerstoffmangel in extremen Höhen und eisiger Kälte für den men- schlichen Organismus. Neue wissen- schaftliche Erkenntnisse waren kurz zuvor bei Versuchen an Hãäftlingen im Konzentrationslager Dachau gewon- nen worden.
Klee zitiert aus dem Tagungsbe- richt in dem es mit Bezug auf in eis- kaltem Wasser erstarrte Versuchsper- Se e hört schlagartig auf, wenn der Tod eintritt“ („Alschwitz, die N Medizin und ihre Opfer“, S. 238). Das Resümee des Au- tors:„Die Mediziner erfahren, dass Versuchspersonen zu Tode gebracht


