Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer
Rückläufiges Spendenaufkommen war nicht durch Reserven auszugleichen Weihnachtsspende für ehemaliger KZ-Hãftlinge
Seit Gründung unseres Vereins durch Hermann Reineck wurde vor allem vor Weih- nachten um eine Spende für ehemalige KZHãftlinge und andere Verfolgte des NSRe⸗ gimes gebeten. Schwerpunkt unserer Hilfeleistungen ist Polen. Im Jahr 1998 konnten wir mit etwas mehr als 24.000 Mark einen Betrag in annãhernd der gleichen Höhe über- geben, wie in den Jahren zuvor. Der größte Teil dieser Summe wurde von den Hãft- lings-Organisationen vor Ort aufgeteilt und als direkte Zuwendung an die Familien weitergeleitet. Zu einem geringeren Teil wurden damit auch Arztrechnungen beglichen und Medikamente bezahlt. Den Dank der Betroffenen geben wir weiter an alle Mit- glieder und Sympathisanten, die durch ihre Spenden dies möglich gemacht haben(vgl. Dankschreiben von ehemaligen Häftlingen im Mitteilungsblatt vom Dezember 1998).
In diesem Jahr konnten wir bisher lediglich knapp 10.000 Mark transferieren, denn die Spendeneingänge sind leider rückläufig. Dieser Trend zeigte sich bereits seit eini- gen Jahren. Bisher konnte der Vorstand durch einen Rückgriff auf Reserven dies größ- tenteils ausgleichen. Dies war für 1999 jedoch nicht mehr möglich. Dies hat in Polen zu Irritationen und auch Enttãuschungen geführt. Wir wissen, dass viele KZHãftline bei weitem materiell schlechter gestellt sind als wir. Und wir wissen auch, dass sie un- Sere materielle Hilfen immer auch als ein Zeichen der Solidaritãt empfanden eine mo- ralische Anerkennung dessen, was sie im Dritten Reich erleiden mussten.
Bitte helfen Sie uns durch Ihre Spende, dass wir weiterhin diese selbstgestellte Auf- gabe des Vereins erfüllen kõnnen(ein Uberweisungsformular liegt diesem Heft bei, ei- ne Spendenbescheinigung schicken wir Ihnen zu).
Teilnehmer unserer Studienreise beim Spaziergang mit ehemaligen KZ-Häftlingen in Kra-
kau.


