Referent ist der Historiker
Lagergemeinschaft Auschwitz- Freundeskreis der Auschwitzer lädt ein zu einem Vortrags- und Diskussionsabend.
Die Verdrängung der Juden
aus der Dresdner Bank 1933— 1938
Dr. Dieter Ziegler
am 1. September 1999 um 19.30 Uhr im Jüdischen Museum
Frankfurt/M., Untermainkai 14/15
Dr. Ziegler ist Privatdozent am Hannah-Arendt-Institut für Totali- tarismusforschung an der TU Dresden, das im Auftrag der Dresd- ner Bank die Geschichte des Geldinstituts während des Dritten S erforscht.
Dresdner Bank wird vom braunen Band der Nazizeit eingeholt
Von Diethardt Stamm
8 Seit die verbrecherischen Aktionen
der Nazis mit geraubtem Schmuck und Anlagengeld sowie LZahngold, das er- mordeten Juden in deutschen Konzen- trationslagern herausgebrochen wurde, in Verbindung mit deutschen Groß- banken gebracht worden sind, bemü- hen sich diese, den Schaden zu mini- mieren. Neue Dokumente stellen aller- dings eine für die Großbanken erdrük- kende Beweislage dar. Danach haben sich die Banken aktiv an der Politik der deutschen Faschisten beteiligt. Das „Entfernen' der Juden aus den Vor- standsetagen war die Voraussetzung für die brutale„Goldpolitik“. So hatte es beispielsweise die Dresdner Bank ab
1933 innerhalb von fünf Jahren ge- schafft, alle Juden aus ihrem Vorstand und mittleren Management, darunter viele bekannte und hochqualifizierte Bankiers, sowie dem gesamten Perso- nalbestand herauszudrängen. 1938 konnte die Bank stolz vermelden, dass sie„judenfrei“ ist.
Wie dies geschehn ist und wie die Zusammenarbeit mit den Nazis funk- tionieren konnte, hat nun im Auftrag der Dresdner Bank das Hannah- Arendt-Institut für Totalitarismusfor- schung an der TU Dresden erforscht und einen Forschungsbericht vorge- legt. Dr. Dieter Ziegler, der Autor die- ser Studie, ist am 1. September Referent


