Heft 
(1999) 1/1999. August 1999
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Inhaltsverzeichnis

Seite

Lesung-Monatstreffen-Mitgliederversammlung 2 Treffen der Uberlebenden von IG Auschwitz 3 Wir weinten tränenlos. 9 Augenzeugenberichte des jüdischenSonderkommandos in Auschwitz

Die Kreuze in der Kiesgrube 19 sie starben mitten in Frankfurt..* 23 Die Sprache der Opfer 24 NS-Fliten in der westdeutschen Nachkriegsgesellschaft 25 Und jetzt noch nach Auschwitz 28

Die Auschwitz-Stifung Budapest

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Liebe Leserinnen und Leser,

leider hat es viel länger gedauert, als vom Vorstand ursprünglich geplant, bis Sie nun in diesem Jahr unser erstes Mittei- lungsblatt in Händen halten können. In der Zwischenzeit ist beispielsweise die Entscheidung über das zentrale Mahnmal, das in Berlin zum Gedenken an die wäh- rend des Dritten Reiches ermordeten Ju- den Europas errichtet werden soll, gefal- len. Jedoch hat dadurch, unserer Meinung nach, der in eine andere Richtung gehende Vorschlag von Imo Mos?zkowicz(vgl. Seite 8 dieses Heftes) nichts an Brisanz verloren und sollte nicht in Vergessenheit geraten. In Polen hat sich die Situation hinsichtlich der Kreuze am Rande der Kiesgrube neben dem Stammlager Auschwitz entschärft. Das polnische Parlament hat mit einem Gesetz eine Schutzzone für ehemalige Or- te des nationalsozialistischen Terrors ge- Schaffen. Dies entspricht in den Grundzü- gen der Ansicht des Auschwitz-Häftlings Jõzef Paczynski(Seite 19 ff). Vielleicht schreiben Sie uns Ihre Meinung zu diesen Thematiken. Das nächste Mittei- lungsblatt erscheint im Dezember 1999. Versprochen. Uber eine Teilnahme an un- seren Veranstaltungen(Siehe S. 1 u. 2) wür- den wir uns freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans Hirschmann

Trauer um

Ignatz Bubis

Unmittelbar vor Andruck die- ses Mitteilungblattes wurde be- kannt, daß Ignat? Bubis ver- storben ist. Der Holocaust- Uberlebende und langjährige Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland hat vehement dafür gestritten, daß der Völkermord und die ande- ren deutschen Verbrechen während des Dritten Reiches nicht aus dem öffentlichen Be- wußtsein verdrängt werden. Ignatz Bubis hatte verfügt, daß er in Israel bestattet wird, weil er befürchtete, in Deutschland würde sein Grab, wie das seines Vorgängers im 2Zentralrat Heinz Galinski, geschändet werden. Mit dieser Verfügung hat er den Fortgang der Debat- te beeinflußt. Wir werden zu Ignatz Bubis und seiner Rolle für die Aufrechterhaltung des Gedenkens an Auschwitz im nächsten Mitteilungsblatt Stel- lung nehmen.