Heft 
(1998) 2/1998. September 1998
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82 Lagergemeinschaft Auschwitz- Freundeskreis der Auschwitzer

Reinhard. In Treblinka und Belzec gibt es im Unterschied zu Sobibor kein Museum. Seit 1993 dokumen- tiert in Sobibor eine Ausstellung die mörderischen Freignisse der Jahre 1942 bis 1943. Die Mitarbeiter des Regionalmuseums Wlodawa, in de- ren Zuständigkeit die FErinnerungs- arbeit zum ehemaligen Vernich- tungslager fällt, planen einen Doku- mentationsraum in ihrem Museum einzurichten. Besucherinnen und Besucher der Gedenkstätte sollen hier die Möglichkeit haben, sich in- tensiver zu informieren.

Beim Besuch des Museums hat die Gruppe aus Kassel eine Videokas- Sette des Films Aufstand in Sobi- bor' mit einem Recorder und Fern- scher übergeben. Interessiertes Pu- blikum kann sich den Film in dem geplanten Dokumentationsraum an- sehen. Desweiteren sind die Kasseler bemüht, Informationsmaterial zur Geschichte des Vernichtungslagers Sobibor zu sammeln: Presseberichte zu den Sobibor-Prozessen in der Bundesrepublik, Video-Aufnahmen und schriftliche Zeugnisse von

überlebenden Häftlingen, Aussagen von deutschen Tätern vor Gericht. Das Material soll ebenfalls in diesem Dokumentationsraum der öffem- lichkeit zugänglich gemacht werden. Nicht zuletzt soll der Dokumenta- tionsraum für Besucher und Be- sucherinnen der Gedenkstätte ein Ort werden, an dem sich über das Gesehene und Gehörte diskutiert werden kann. Finen solchen Ort gibt es auf dem Gelände der Gedenkstät-

te und ihrer Umgebung derveiſ nicht.

Dem Museum Wlodawa sind in fi- nanzieller Hinsicht enge Grenzen gesetzt. Die 5.500 Mark Zur Ausstat- tung des Dokumentationsraumes soll durch eine Spendensammlung zusammenkommen. Das Kasseler Antifa-Café konnte bisher 2.500 Mark nach Wlodowa überweisen.

Weitere Spenden werden erbeten auf das Konto: Kasseler Bank (Bankleitzahl 52 090 000) Konto- nummer 104 1 86 432(F. Ross).

Detailierte Informationen bei: Antifa-Café, c/o gestochen scharf. Elfbuchenstr. 18 in 341 19 Kassel.

Ein Haus, das vielfältige päãdagogische Arbeitsansätze ermöglicht 6

Jugendgästehaus Dachau

Nach jahrelangem Vorlauf wurde im Frühjahr 1998 das Jugendgästehaus Dachau eröffnet. Es bietet jungen Menschen die Möglichkeit, in Dachau zu wohnen, und erweitert so die Chancen sich in der KZ-Gedenkstätte mehre- re Tag mit zeitgeschichtlichen Themen zu beschäftigen sowie die Stadt Dachau und ihre Umgebung kennenzulernen. Mit dem neuen Haus steht nunmehr auch in Dachau ein Ort zur Verfügung, der vielfältige pãdagogi-

Sche Arbeitsansätze ermöglicht.

Auskünfte bei: Jugendgästehaus Dachau, Pädagogische Leitung, Roß- wachtstr. 15 in 85221 Hachau, Tel. O8 13132290555, Fax 081313229560.