10 Lagergemeinschaft Auschwitz- Freundeskreis der Auschwitzer
um die Belange ehemaliger KZ- Häftlinge kümmert. Außerdem lernte ich Vertreter der Sinti und Roma und von ehemaligen Kindern in Ausch— wit? kKennen. Diese Kontakte waren eine Hilfe bei der Gestaltung der Stu— dienreise 1997.
Die Studienreise fand als zweite Be- gegnung im März statt. Im Planungs- stadium für die Reise wurde im Vor- stand eine Grundsatzdebatte darüber geführt, welche Zielsetzung solche Gruppenreisen haben. Dabei wurde die Meinung vertreten: Wenn wir von der Lagergemeinschaft Auschwitz
eine solche Reise anbieten, muß der
Besuch im ehemaligen KI. Auschwit?z seinen chematischen und zeitlichen Schwerpunkt haben. Mein Reisekon- zept ging darüber hinaus. Auschwit?z- das war nicht nur das Stammlager, nicht nur Birkenau oder Monowitz. Auschwit?z- das war gan?z Polen! Und dies habe ich an verschiedenen Orten in Polen wieder verdeutlicht: an der Gedenkstätte des Kinderverwahrla- gers oder von Radogoszcz in Lödz, an
den unzähligen Gedenktafeln 60 willkürlich ermordete Polen in War- schau, im Pawiak, der Aleja Szucha, dem Umschlagplatz, in Palmiry oder Treblinka. Diese Konzeption knüpfte an die seinerzeit mit Hermann und
»Uber Auschwitz darf kein Gras wachsen“, lautet der Grundsatz der Lager- gemeinschaft Auschwitz- Freundeskreis der Auschwitzer. Im See in Bir- kenau liegt die Asche von unzähligen Ermordeten.


