Heft 
(1997) 1/1997. September 1997
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4 Lagergemeinschaft Auschwitz- Freundeskreis der Auschwitzer

»Brundibär- Frinnerungsarbeit für Kinder und Jugendliche

Die Oper der Kinder des KZ Theresienstadt

Jeunesses Musicales Deutschland hat zur Brinnerung an die Kinder von Theresienstadt das'Kinder- und Jugendkulturprojekt Brundibär ins Leben gerufen. Die Kinderoper Brundibär? wurde 1938 von Hans Kräsa geschrieben und 1943/44 im KZ Theresienstadt von den dort inhaftierten Kindern über fünfzig Mal aufgeführt. Jeunesses Musicales will Schulen, Musikschulen und Jugendkultureinrichtungen dazu anregen, Brundibär in eigenen Projekten zu erarbeiten und aufzuführen. Jeunesses Musicales wird diese Produktionen unterstützen und hofft, daß auch deutsch-tschechische und deutsch-polnische

Projekte dabei sind.

Die Kinderoper Brundibär handelt von den beiden armen Kindern Anin- ka und Pepicek, die Milch für ihre kranke Mutter brauchen und sich die- se singend auf dem Marktplatz ver- dienen wollen. Der böse Leierkasten- mann Brundibär jagt sie fort. Erst mit Hilfe dreier Tiere und vieler Kinder gelingt es ihnen, sich gegen Brundibär durchzusetzen.

1997 wurden bei sechs exemplari- schen Brundibär-Aufführungen Er- fahrungen gesammelt. Dies ist in ein- er Brundibär-Mappe dokumentiert. Hier werden Inhalt und historischer Hintergrund der Oper, wie auch Mög- lichkeiten der Umsetzung auf der

1995 sowie eine Brundibär-CD geben zusätzliche Einblicke. Verschiedene Organisationen und Institutionen entwickeln derzeit gemeinsam mit Jeunesses Musicales Vorschläge für die Gestaltung geschichtsbezogener Rahmenprogramme, planen Angebote für Gedenkstättenbesuche und Ge- spräche mit Zeitzeugen und erarbei- ten weiterführende pädagogische Ma- terialien zu Brundibär, die den Opern-Produzenten zur Verfügung gestellt werden.

Die Brundibär-Mappe kann an- gefordert werden(Schutzgebühr 30 Mark) bei Jeunesses Musicales, Marktplatz 12 in 97990 Weikers-

heim, Tel. 07934 280, Fax- 8326. Hans Hirschmann

Bühne dargestellt. Fine Video- Dokumentation der Projektes von

Augenzeugen gesucht- Wer kann über die Zustände berichten? G Zwangsarbeiter bei Leuna und Buna

Um eine Dokumentation über Zwangsarbeiter in Leuna und Buna zu ver- vollständigen, werden Augenzeugen gesucht. Erwünscht sind Berichte über Schicksal und Lebensumstände der Zwangsarbeiter. Kontakt: Martin Pabst. 27474 Cuxhaven, Heinrich-Heine-Str. 36, Tel. 0472125843.

Unser Mitglied Horst Jacke machte uns auf die Dokumentation aufmerk- Sam. Leuna produzierte im Ersten Weltkrieg Sprengstoff für die deutschen Armeen. Ende April 1917 fuhr der erste Kesselwagen mit Ammoniakwasser aus dem Werk fuhr, er trug die AufschriftFranzosen-Tod! Glück aufl Auch im Zweiten Weltkrieg war Leuna Rüstungslieferant. Tausende von Zwangsarbei- tern mußten für die Wehrmacht produzieren. Sie waren in Arbeitslagern zusammengepfercht, ungeheuren Strapazen sowie Grausamkeiten ausgesetzt.