2 Lagergemeinschaft Auschwitz- Freundeskreis der Auschwitzer
Antifa-Woche des Jugendbildungswerkes der Stadt Gießen
Ausstellungen, Konferenzen und Seminare
Das Jugendbildungswerk der Stadt Gießen lädt vom 3. bis 8. November zu einer Antifa-Woche ein. Das Programm wurde in Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum Jokus und der Lagergemeinschaft Auschwit?- Freundeskreis der Auschwitzer erstellt. Von Montag bis Freitag ist im Jugendzentrum (Ostanlage) die Ausstellung„Wir haben Auschwitz gesehen“ aufgebaut. Sie wurde von Jugendlichen im Rahmen eines Bildungsurlaubes in Auschwitz
entwickelt.
Am Montag, dem 3. November, wird um 20 Uhr der Film„Rechte Zeiten“ gezeigt, der als Ergebnis eines Bil- dungsseminars mit Hermann Rein- eck, dem Gründer der Lagergemein- Schaft Auschwitz, entstanden ist. An- schließend findet ein Gespräch mit dem damaligen Filmteam über die Auseinandersetzung mit dem histori- schen und aktuellen Faschismus statt.
Am Mittwoch, dem 5. November, Steht der Film„Jetzt- nach so viel Jahren“ auf dem Programm. Harald Lüders und Pavel Schnabel haben ihn 1981 gedreht und erzählen darin die Geschichte eines nordhessischen Dor- fes in dem bis 1939 über 50 Prozent der Bevölkerung Juden waren. Es wer- den die Brinnerungen der Uberleben- den des Holocaust denen der deut- schen Bevölkerung gegenübergestellt.
Am Donnerstag, dem 6. November. ist mit Stan Zak-Kaminski ein Uber- lebender der Konzentrationslager zu Gast im Jokus. Der heute in Frank- furt am Main lebende Kunstmaler war in Auschwitz, Buchenwald, Mittelbau-Dora(VAProduktion) und Bergen-Belsen inhaftiert, er wurde zu Schwerstarbeit gezwungen und als Versuchskaninchen“ bei medizin- ischen Versuchen mißbraucht.
Am Samstag, dem 8. November, fin- det zum Abschluß der Amifa-Woche eine ganztäge Exkursion nach Frank- furt in die„Jugendbegegnungsstätte
Anne Frank' statt. Neben dem ze 0 such der Ausstellung„Anne aus Frankfurt“, die die Geschichte des jüdischen Lebens in der Mainmetro- pole exemplarisch am Schicksal der Familie Frank thematisiert, begibt sich die Gruppe im anschließenden Seminar auf Spurensuche nach dem vergangenen und heutigen jüdischen Leben und geht den Erscheinungsfor- men von Rassismus und Faschismus nach.
Kontakt: Jugendbildungswerk der Stadt Gießen, Ostanlage 25 a in 35390 Gießen, Telefon 0641— 3062496, Fax 3062494.
Ausstellung in Breitenau: »Skizzen und Zeichnungen aus dem KZ
Vom 11. September bisð. otr in der Gedenkstätte Breitenau in Guxhagen die Ausstellung„Skizzen und Zeichnungen aus dem KZꝰ zu se⸗ hen. Sie zählt zum Rahmenprogramm der Documenta, Mitveranstalter ist die Hessische Landes?zentrale für Po- litische Bildung HI-Z). Geöffnet ist montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr und sonntags von 13 bis 17 Uhr. Die Gedenkstätte Breitenau ist in der Brückenstraße 12 in 34302 Guxhagen zu finden, Telefon 056653533, Fax 1727.


