Lagergemeinschaft Auschwitz- Freundeskreis der Auschwitzer 1
Neuwahl des Vorstandes mit neuem 1. Vorsitzenden
Mitgliederversammlung und Monatstreffen
Die ordentliche Mitgliederversammlung(MV) der Lagergemeinschaft Auschwit?- Freundeskreis der Auschwitzer findet am Samstag, dem 1. November, um 14 Uhr im Haus der Evangelischen St. Katharinengemeinde, Leerbachstraße 18 in Frankfurt, statt. Da es unter anderem auch um die Neuwahl des Vorstandes geht, bitten wir um zahlreiches Erscheinen. Unser derzeitiger 1. Vorsitzender Joachim Proescholdt hat bei seiner Wahl bereits angekündigt, daß er nur für eine Ubergangszeit das Amt wahrnehmen und nicht erneut kandidieren werde. Dies hat sich auch bestätigt, so daß auf alle Fälle ein neuer Vorsitzender gewählt werden muß.
Die Mitglieder erhalten satzungsgemäß circa drei bis vier Wochen vor dem Termin eine gesonderte Einladung. Bitte aber jetzt schon den Termin vormer- ken. Fingeladen zur MV sind auch alle Interessenten, die nicht oder noch nicht Mitglied sind, abstimmungsberechtigt sind nur Mitglieder.
Das nächste Monatstreffen im Haus der Evangelischen Katharinenge- meinde, Wolfsgangstr 109 in Frank- furt, findet am Mittwoch, dem 1. Oktober, um 19 Uhr statt. Angefragt als Gastreferent ist der 1928 geborene Karl Ulbrich, der über die Verfolgung seiner Familie berichten wird. Der Vater war Lehrer und wurde 1933 aus politischen Gründen(SPDMitglied) entlassen, die Familie mußte umge- hend die Dienstwohnung räumen. Wie die Eltern mit Hilfe von Freun- den den Alltag bewältigen konnten, erfuhr Karl Ulbrich erst nach Kriegs-
Oende. denn aus Angst, daß die Kinder
etwas ausplaudern könnten, schwie- gen die Eltern. Als ihm selbst als Her- anwachsenden die Einberufung zur S8 drohte, meldete sich Ulbrich zu den Fallschirmjägern. Im Mai'45 ge- riet er in Gefangenschaft.
Am 1. November findet, wie er- wähnt, die Mitgliederversammlung statt, das Monatstreffen am ersten Mittwoch im November fällt aus.
Für Mittwoch, dem 3. Dezember, wollen wir Manfred Wittmeier als Vortragenden einladen(angefragt),
damit er sein Buch„Internationale Jugendbewegungsstätte Auschwit? Zur Pädagogik der Erinnerung in der politischen Bildung“ vorstellt. Das Buch soll laut Verlagsmitteilung im September an die Buchhändler ausge- liefert werden.
Der Erzichungswissenschaftler Manfred Wittmeier ist hauptberuf—- lich Referent für politisch Bildung beim Hessischen Landesjugendring. Er ist Gründungsmitglied der Ju— gendbegegnungsstätte in Auschwitz sowie des Fritz-BauereInstituts in FrankfurtMain, und er ist seit lan- gen Jahren auch Mitglied in der La- gergemeinschaft Auschwitz- Freun- deskreis der Auschwitzer.
Im Januar findet keine Monatsver- sammlung statt.
Sofern es aus terminlichen Grün- den machbar ist, wird im kommenden Frühjahr Max Adrian aus Amsterdam bei einem unserer Monatstreffen an- wesend sein. Er ist dort Leiter des Anne-Frank- Museums sowie der gleichnamigen Forschungstelle, und will über die Schwerpunkte der For- schungsstelle referieren.


