Heft 
(2021) 1/2021. Dezember 2021
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Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 3

Vereinsgründers Hermann Reineck, dem wir uns auch heute noch ver- pflichtet fühlen. Dies geschieht unter anderem mit direkten finanziellen Hilfen für die heute hochbetagten Uberlebenden der NS-Verbrechen Giehe Brief aus Warschau auf Seite 2). Beabsichtigt und beschlossen ist es, auch für das noch laufende Jahr einen Gesamtbetrag von 8.500 Furo an Hãftlingsorganisationen in Warschau und Krakau zu überweisen. Bedingt durch Umzüge und Anderung der Bankkonten kann dies nun erst jetzt erfolgen.

Mit weiteren zehntausend Furo ermõglichen wir es zwei in Polen le- benden, weit über 90 Jahre alten Auschwit?-Uberlebenden, dass sie in ihren Wohnungen betreut werden können und nicht in ein Heim umzie- hen müssen.

Im weit gefassten Bereich der po- litischen Bildung haben wir Paten- schaften für junge Freiwillige der Ak- tion Sühnezeichen/ Friedensdienste übernommen(iehe Seite 14 15). Des Weiteren wurde die Publikation der englischen Ausgabe von Lucina Filips BuchJuden in Oswiecim 1918 1941 mit einem dreistelligen Betrag gefördert.

Die Morde von Hanau Unsere Solidaritãt gilt Zudem der In- itiative I9. Fehruar Hanau. An die- sem Tag 2020 wurden in Hanau be- kanntlich neun Menschen ermordet, weil sie der rassistisch motivierte Täter aufgrund ihrer Herkunft und Lebensart nicht als lebenswürdig be-

fand. Dienitiative 79. Februar Han- au wurde von Angehörigen, Freund- innen und Freunden der Opfer gegründet. Sie will nicht nur das Ge- denken an die Ermordeten aufrech- terhalten, Ssondern fordert auch von den Behörden Aufklärung, warum der Täter so offen und lange seine Mord- Serie verwirklichen konnte. Auch wer- den Konsequenzen aus dem behörd- lichen Versagen eingefordert. Ihre Forderungen machte die Initiative be- sonders anlässich des ersten Jahresta- ges mit vielen Aktionen öffentlich.

In deren Vorfeld schickte der Vor- stand der Lagergemeinschaft am 16. Februar 2021 folgende Solidaritäts- botschaft an die Initiative:

Der Jhrestag der abscheulichen Bluttat von Hanau riickt näher und hringt uns ermneut die allgegen wärtige Gefahr des rechtsextremistischen, vas- vilischen, antisemitischen, islamfeind- lichen Hasses lind der daraus veslltie- renden Gewalt ins Bewlisslsein. Wir nterstiitzen daher aus vollem Herzen die A ktivitãten Mhrer Organisation und all deren die in diesem Kampf auf der Seile der Opfen der Bedrohten und Bedrängten stehen. Ab Oganisation, die von Uberlebenden des N Ver- nichtungslagers Aluschwitz gegriindet wMyrde, wissen wir lim die Notwendig- Keit, alle Ercheinungsformen solchen Denkcens und Handelns rechtzeitig zu helcdmpfen und im Keim zu ersticken. Mahei ist lins hewlssl, duss es ldngst nicht mehr darum gehtden Anfän- gen zu wehren, sondern darum, den demohkratischen Kern der Gesellschaft gegen Hass und Gewalt zu immunisie-