Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 23
Uberlebende Augenzeugen David Nencel und Eliezer Fisenschmidt, O A. Kilian 1995
Hlip Müller, der letzte in Furopa le- bende ehemalige Sonderkommando- Hãäftling, der ein Interview mit den Au- toren abgelehnt hatte, starb 2013 im Alter von fast 92 Jahren. Die eindeutig zuzuordnende Quelle von Müllers Todesdatum verschweigen Greif und Levin wie so viele andere Belege in ihrem Buch. Der weltweit vorletzte Uberlebende, Emanuel Mittelmann, starb am 16. Februar 2019 in Oak Park, Michigan, im Alter von 94 Jahren. In Nachrufen heißt es über den Schut?- engel“:(Er) wur ein varken mitfihlen- den außechten Feundlichen rechtschaft fener Mensch. Wo andere gefallen weiren, fund er die Kraft und Stdrke, lm voywlirts zl gehen.“ und Es war diese Nartmäckigkeit, die(..) ihn zu einem varcen eisermnen Oldlubigen und ſohen ind positiven Menschen machte.“ Dario Gabbai, der letzte Uberlebende, ist Jahre alt und lebt in Los Angeles.
David Nencel und vielen anderen wurde im Buch, auch stellvertretend für diejenigen, die Auschwitz nicht überlebten, ein Denkmal gesetzt. Dafür sei den Autoren gedankt, han- delten sie doch auch letztlich im Sinne der ermordeten Sonderkommando- Chronisten, die seinerzeit unter Le- bensgefahr die Ereignisse dokumen- tierten und namentlich an ihre ermor- deten Kameraden erinnerten. Einer von ihnen, der auch die Geschichte des Aufstands ausführlich beschrieb, der Ciechanower Salmen Lewenthal, hin- terließ am 15. August 1944 folgende Zeilen:„S0 gend, wie die Ereignisse velbst verliefen, das Kann sich kein Mensch vorstellen,(...) das alles wird nlir einer von lins weilergeben Können (.) als linserer Kleinen Oruppe, alus unserem engen Kreis, wenn jemand von uns vielleicht überlebt, was wir nicht einmal zu einem Prozent glauben.“„


