Heft 
(2019) 1/2019. September 2019
Einzelbild herunterladen

Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 7

Historiker Erich Kulka in seinem Privatarchiv O M. Kilian 1993

Sãtzen bestehenden aber nicht kennt- lich gemachten Zitats des Auschwit?- Uberlebenden Vehiel De-Nur(alias Ka-TZetnik 135633*) schreiben sie im pathetischen Stil De-Nurs weiter, dassdieser Aufsland in glänzendem Licht üher die Hammen des Kremato- riums hinweg(Strahlte)(S. 11).

Hintergrundgeschichte Aſland in Alschwitz ist die erste Monografie zum Thema, die bereits Mitte der 1980er Jahre von dem Auschwitz-Uberlebenden und Histo- riker Erich Kulka(1911-1995) vorbe- reitet wurde. Zwischen 1974 und 1984 fand Erich Kulka nach eigenen Anga- ben weltweit 24 Sonderkommando- Uberlebende, davon 13 in Israel, und er interviewte 12 von ihnen. Zusätz- lich sammelte er die Aussagen von anderen Zeugen des Aufstands und seiner Vorbereitungen, insbesondere von involvierten ehemaligen Häftlin- gen des Kommandos Union-Werke. Seine Forschungsergebnisse veröf- fentlichte er vorerst zwischen 1984 und 1986 in vier Artikeln des Bulle-

tinsDie Slimme der Ausch witz- Uherlebenden in Israel(Nr. 28, 29, 33, 34), einem größeren Aufsatz zum 40. Jahrestag des Aufstands in einem Deutsch-Polnischen Jahrbuch, einem anlässlich der Verleihung der EFhren- doktorwürde verfassten EssayFrom Sffering 10 Resistance(1989) sowie einer kurzen Zusammenfassung in Lore Shelleys Sammelband, The Uni- on Kommando in Auschwilz(1996).

Im Buch von Greif und Levin wer- den von den sieben Publikationen je- doch lediglich zwei beiläufig zitiert. Die gesundheitliche und finanzielle Situation Kulkas verhinderte die Fortset?ung der Arbeit an seiner Stu die zum onderkommando-Auft vand. Im April 1995 nahm Kulka bis zu seinem plötzlichen Tod wenige Wochen später sein Projekt wieder auf, diesmal in Zusammenarbeit mit dem damaligen Vad Vashem-Mitar- beiter Gideon Greif. In der gegen- ständlichen Monografie wird auf Kulkas Verdienst und Vorarbeit in der Thematik unverständlicherweise überhaupt nicht hingewiesen.

Die ehrenhafte Aufgabe einer Ge- Ssamtdarstellung des Aufstands über- nahm nach Kulkas Tod Gideon Greif, der dank der großzügigen finanziellen Unterstũt?ung des Hamburger Instituts ſür SoZialforschlng in den Jahren 1997 bis 2000 seine bedeutende Forschung durch umfangreiche Interviews auf Furopa, die USA und Kanada auswei- ten konnte. Bedauerlicherweise flossen diese Interviews nicht in das gegen- Ständliche Werk ein, was den Autoren eine gründliche und schlüssige Analyse