Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 21
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Der Museumsnaggon i in der Gedenkanlage des Sammellagers Draney- inmitten des Ge- bãudekomplexes, in dem die internierten Juden vor ihrer Deportation untergebracht waren.
Odemen aus gesundheitlichen Grün- den aus Drancy entlassen worden.
Fin weiterer Schlüssel zur Identifi- zierung des Verfassers kõönnte auf dem Grabstein eines Familienkreises auf dem Pariser Friedhof Bagneux zu fin- den sein. Darauf steht:„zum Geden- Ken an ihre Hamilienmitglieden die bei der Deportation 1424 starben*. Unter den zahlreichen darunter ste— henden Namen befindet sich folgende Angabe:„Strasfogel Herman 49 Jahre alt“ Daneben ist ein jüngeres Foto Strasfogels zu sehen, das der Person auf dem im C. D. NC. archivierten Foto Strasfogels sehr ähnelt. Auch Hers? wurde mit 49 Jahren ermordet. Auf ei- ner Namensliste aus Drancy wurde (offenbar irrtümlich) der Name „Meinz“ vermerkt, was das Führen ei- nes naturalisierten Namens belegt. Der in Auschwitz-Birkenau aufgefun- dene Brief könnte insofern tatsächlich mit Hers?s naturalisierten und auf dem Grabstein dokumentierten Na- men„Herman“ unterschrieben wor- den sein, was eine weiterer Hinweis
auf Strasfogels Autorenschaft sein würde. Informationen der Enkeltoch- ter Zufolge sei die Familie im Besitz ei⸗ nes Briefs aus Auschwitz. Sollte es sich hierbei um den Brief vom 6. Novem- ber 1 94d handeln, was anzunehmen ist, könnte die Urheberschaft Hers? Strasfogels zweifelsfrei nachgewiesen und der Verbleib des bislang verschol- lenen Originals im Nachlass von Stras- fogels Witwe und JTochter restlos auf- geklärt werden. Zu klären bliebe jedoch noch, auf welchem Weg der Brief in den Besit? der Familie ge- kommen war.
Hers?z Strasfogel sollte 74 Jahre nach seiner Ermordung als mutiger Chronist und Widerstandsaktivist im Sonderkommando Auschwit? aner- kannt sowie für seine Leistung, schrift- liches Zeugnis im Angesicht des Todes abgelegt zu haben, gewürdigt werden. Dies wãre eine lãngst überfãllige Geste, die für seine Familienangehörigen und Nachkommen keinen Trost, aber eine wertvolle Erinnerung und bedeutsame Anerkennung bedeuten könnten.


