Heft 
(2017) 1/2017. September 2017
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Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 8

das Unglück weiterer Opfergruppen des NS, die nicht unbedingt etwas mit einer Nationalität zu tun haben: Das Schicksal der Homosexuellen, aber auch das der Zeugen Jehovas(Bibel- forscher) bleibt in der ganzen Aus- stellung des Stammlagers leider außen vor. Wenig Informationen haben wir auch über die Opfer dermedizi- nischen Experimente der NS-Arzte erhalten oder den Zusammenhang des Vernichtungsprogramms mit der Futhanasie(Td) imReich. Besonders bedeutsam finde ich die Möglichkeit des Gesprächs, welche die Gruppe am Abend nach dem Besuch hatte. Der Austausch über das Erlebte, das Erfahrene ist insofern relevant, als dass dies dadurch erst wirklich verar-

An einem Abend stellte uns Mex- ander Wolf vom KGA-Vorstand den ViꝰZepräsidenten des Internationalen Auschwit? Komitees(IAK) Christoph Heubner vor und bat ihn, von seiner Arbeit Sowie über die bevorstehenden und bereits beendeten Prozesse (Demjanjuk/Gröning) der Täter, die ihrenDienst in den Vernichtungsla- gern geleistet hatten, zu berichten.

Auch zum Projekt des Volkswa- genkonzerns und zu den Auszubilden- den des VWWerkes, die gerade in Bir- kenau Sanierungsarbeiten und dergleichen durchführten, sollte er be- richten. Die Erfahrungsberichte von Heubner waren für mich sehr interes- Sant, insbesondere sein Ansatz der euben der eieugen der in

beitet werden kann. Schülerinnen und Schüler sollten die- 8se Möglichkeit bei einem Besuch von Auschwit? unbe- dingt haben! Wich- tig sind auch Rück- zugsmöglichkeiten, um für sich zu sein. Jedem sollte die Entscheidung, wie mit der Erfahrung umgegangen wird, überlassen bleiben.

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Gedenkplatte am Memorial in Birkenau.

Christoph Heubner wurde 1 949 geboren und ist neben seiner Funktion als Vzeprä- sident des IAK ein deutscher Schriftsteller. Er leistete selbst Friedensdienst im Rah- men der Aktion Sũhnezeichen Friedensdienste und engagiert sich seither für die Auf- arbeitung und Frinnerung an Auschwitz. Darüber hinaus betreut er seit 1900 die Aus- zubildenden der Volkswagen A6 während eines 14-tägigen Arbeits- und Seminarauf- enthaltes in der IVBS und praktischer Arbeit in der Gedenkstätte Auschwitz.