Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 37
legt, jedoch ohne das Binverständnis des Autoren.
Die erste französischsprachige Ausgabe wurde(unvollständig und unprãzise übersetzt) Ende April 1980 unter dem Titel„Jois ans dans une chambre a gaz“ im Pariser Verlag Pyg- malion-Gerard Watelet herausgege- ben, mit einem Vorwort von Claude Lan?mann; jenem Filmemacher und Journalisten, der ein Jahr zuvor den außergewöhnlichen Zeugen Filip Mül- ler drei Tage lang interviewt hatte und dessen Filmaufnahmen zu einem der Höhepunkte in dem neunstündigen Meisterwerk„Shoahn“(1985) wurden.
Das ungewollte Vermächtnis und der Terror
Nach Abschluss der Dreharbeiten bat Müller den intellektuellen französi- schen Dokumentarfilmer schriftlich darum, seine gefilmten emotionalen
Zusammenbrüche nicht zu verõffentli- chen. Lanzmann ignorierte Müllers Wunsch und rechtfertigte sich 1985 in- direkt in einem Interview von„Cahiers du Cinéma“:„Das Interviem, das ich mit Vilip Miller drehte, der im ⁊weiten Veil des Films das Massalcer an den chechischen Hamilien im Lager schil- dert, gestaltete sich sehr schwierig, er wollte anfungs nicht duriber reden. Ich habe drei Jage miü ilm gedreht obwohl es Klar wun dauss das Gespräch s0 nicht zu gebrauchen wun Aber ich habe seine Worte veine Stimme über Landschaften von helte gelegt, Unauhörlich vom on ins off wechselnd.(..) Ich wur verpflich tel, den Hilm mit dem zu machen, was ich hatte. Es gah alußergewohnliche Se- nen, die vozusugen den Kern hildeten, im den herum ich dann den Hilm auft gehaut habe, 2 B. als Hilip Miller das Massdker im Familienlager schildert, zusammenbricht und weint. Pas ist eine ganz wesentliche Geschichte, die für
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Links: Buchcover der franz. Ausgabe von„Sonderbehandlung“. Rechts: Rück- Seite der Hofmauern zwischen den Sonderkommando-Häftlingsblöcken 11 und 13 und der Sanitärbaracke des Kommandos, Fotoarchiv Kilian, O M. Kilian 1994


