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(2014) 2014. Dezember 2014
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Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 29

zu den ersten Häftlingen des Ende Oktober 1942 eröffneten Nebenlagers Monowitz und ũberlebte dort im Früh- jahr 1943 die Selektion alsMusel- mann und seine Uberstellung in das Vernichtungslager Birkenau. Dabei konnte er seine durch einen Arbeits- Unfall verursachte lebensgefährliche Verletzung verbergen und von Kame- raden durch eine illegale und geheime Operation im Birkenauer Krankenbau gerettet werden.

Die von Freunden organisierte Uberstellung in das Kartoffelschäler- kommando rettete durch Schonung erneut sein Leben. Doch die vermeint- liche Sicherheit währte nur kurz: Im Juli 1943 wurde Müller vom Lagerfüh- rer wiedererkannt und strafweise in das Sonderkommando einverleibt.

Auch in dieser Situation entging er einmal mehr nur knapp dem Tod, denn als Geheimnisträger erwartete ihn ohne Genehmigung grundsätzlich außerhalb des isolierten Kommandos auf der Hucht der Tod. Als Heizer

und Krematoriums-Facharbeiter war er jedoch in den Augen der S8 vorerst zu wertvoll, um liquidiert zu werden. Im Sonderkommando überlebte er nicht nur das alltägliche Grauen in der Todesfabrik, sondern auch gefährliche Situationen wie Widerstandshandlun- gen und Aufruhr von vor ihrer Ermor- dung stehenden Opfern, Fluchtaktio- nen von Mithäftlingen, Schmuggel- aktionen in andere Lagerteile, konspi- rative Treffen der Widerstandsgruppe im Sonderkommando sowie fünf Liquidierungen von eilen des Kre- matoriums- und Sonderkommandos und vor allem den mutigen aber ver- zweifelten Aufstand des Sonderkom- mandos am 7. Oktober 1944. Finzelne Selektionen im Sonder- kommando überlebte der umgängl- iche Hilip Müller aber auch, weil er vom Krematoriumsleiter Hubert Busch geschützt wurde. Als erfah- rener Häftling mit der niedrigen Registrierungsnummer 29236 wurde Müller im Kommando durch Funkti- onshäftlinge protegiert. Ihm wurde

Ruinen der Hofmauern zwischen den Sonderkommando-Häftlingsblöcken 11 und 13 und der Sanitärbaracke des Sonderkommandos in Bauabschnitt B IId des KL Auschwitz-Birkenau, Fotoarchiv Kilian, O M. Kilian 1994