Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer
wie es ihm gehe. Wir sollen aus seinem Schicksal und dem seiner toten wie überlebenden Kameraden lernen, für unser eigenes Leben Verantwortung zu übernehmen. Wir sollen uns nicht bequem und unkritisch Meinungen anschließen, die wir eigentlich nicht wollen und die im Grunde nicht unse- rem Verständnis von Menschlichkeit und Humanitãt entsprechen.
Wilhelm Brasse war vier Jahre lang als Häftling Nummer 3444 einer der Lagerfotografen im Konzentrationsla- ger Auschwitz. Bis Mitte 1943 wurden alle ankommenden Häftlinge für die Lagerkartei fotografiert. Danach man- gelte es an Fotomaterial und es wurden nur noch von reichsdeutschen Gefan- genen Aufnahmen gemacht. Brasse musste auch Opfer fotografieren, die von Josef Mengele und anderen SS— Arzten für menschenverachtende Ex- perimente herangezogen wurden.
Nach der Befreiung konnte Wil- helm Brasse nicht mehr als Fotograf
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arbeiten, denn jedesmal wenn er durch ein Okular sah, sah er nackte, abgemagerte Menschen, die Mengele und die anderen SS Arzte bald darauf zur Vernichtung ins Gas schickten. Hauptsache die„Ergebnisse der Hx- perimente“ waren dokumentiert.
Uber Auschwitz hat Wilhelm Brasse bis Zzum Jahr 2008 geschwie- gen. Er lernte seine Frau Stanislawa kennen, beide lebten von einem klei- nen Geschäft für Met?zgereibedarf und mit ihr war so etwas wie Alltag möglich, schlussfolgert die Journali- stin Kamilla Pfeffer, die ein Portrait von ihm in der vd- deutschen Zeitung veröffent- lichte.
Erst nach dem Tod seiner Frau begann Wilhelm Bras- se, über Auschwitz zu spre- chen. Die Reporterin Sybille Korte zZitiert ihn in der Ber- liner Zeitung wie er deut— schen Jugendlichen erklärte: Vch erzdhle die schreckliche Wahrhei. Pas ist manchmal für euch sehr peinlich zu hören. Aber ich erzdhle auch von Deuschen, die vich
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Diese natuingfotos s Stammen mit einiger Wahrschein-
ichkeit von Wilhelm Brasse
damals als Menschen gezeigt ahen.“


