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(2011) 1/2011. Mai 2011
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14 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer

Wie gut, dass es diese jungen Leute gibt Interview mit einem Freiwilligen der Aktion Sühnezeichen

Diethardt Stamm(Lagergemeinschaft Auschwitz- FreumdesKreis der Auschwitzer) sprach im Herbst 2010 mit Jannik Rösner in Warschau, kurz bevor dessen ein- jähriger Friedensdienst in Polen beendet war.

Wann und wie hahen Sie die Aktion Sihnezeichen Friedensdienste(481) Kennen gelernt?

Von Aktion Sihnezeichen Friedens- dienste erfuhr ich auf meiner Suche nach dem, was in der Zeit nach dem Abitur kommen sollte. In Gesprächen mit Be kannten sowie bei Recherchen im Inter- net stieß ich auf diese Organisation, die mir mit ihren historisch-politischen Pro- grammen und Absichten von Anfang an zusagte. Das war im August 2008. Rich- tig kennen gelernt habe ich Aktion Sh- neZeichen Hriedensdienste aber erst auf dem Informations- und Auswahlseminar in Werftpfuhl bei Bernau in Branden- burg, Zu dem ich im Februar 2009 einge- laden wurde.

Was wuren Ihre Motive, ein Jahr lang in Polen zu arbeiten?

Wie schon erwähnt, machte ich mir vor dem Abitur in Deutschland Gedan- ken, wie ich wohl das darauf folgende Jahr verbringen werde. Meine Haupt- motivation bestand erst einmal darin, den Wehrdienst zu verweigern und ei- nen zivilen Dienst zu leisten. Dann fand ich heraus, dass das auch in anderen Lãn- dern mit ADIA- Anderer Pienst im Aus- land- funktionieren kann und bewarb mich daraufhin bei dem anerkannten räger Aktion Sühnezeichen Friedens- dienste. Es ist jedoch ein wenig anders verlaufen.

Ich wurde ausgemustert und mir stand Zu diesem Zeitpunkt frei, umge- hend nach dem Abitur zu studieren. Da hatte ich mich mit dem Gedanken, einen Freiwilligendienst Zu absolvieren, aber

Schon so gut angefreundet, dass ich der Finladung Zzum ASF-Informations- und Auswahlseminar nachging.

Bei meiner Bewerbung gab ich an, dass im Vordergrund nicht direkt das Land, sondern die Tätigkeit im histo- risch-politischen sowie im sozialen Be- reich stehe- der Ort war zweitrangig. Zuerst Schwebte mir ein Jahr in Frank- reich vor, da ich in der Schule Franzö- sisch gelernt habe, bei dem Seminar al- lerdings gab ich als Präferenzen die Länder Russland, UkKraine für meinen Erstwunsch, Polen und sogar Israel als Zweitwunsch an, in Tschechien konnte ich mir einen Freiwilligendienst auch gut vorstellen. Polen nannte ich, wie die mei- sten anderen Länder auch, weil ich über dieses von Deutschland aus õstlich gele⸗ gene Land eigentlich nicht so viel wus- ste, und gerade weil für viele Menschen in Deutschland Polen weiter entfernt ist als Ibiza oder Mallorca, fand ich es total spannend. Vor allem gefielen mir aber die Projekte, die Zzum einen in Gedenk- stätten oder in Institutionen mit histo- risch-politischer Arbeit, Zum anderen in der Arbeit mit älteren Menschen vorge- sehen waren. In Polen, Warschau hat es dann geklappt und ich habe mich riesig gefreut in der Stiftung Polnisch-Peut- Sche Aushnung meinen Freiwilligen- dienst Zu absolvieren.

Welche Biroarbeiten haben Sie an wieviel Jagen in der Woche in Warschau in der deluuschpolnischen StiftungAkti- on Sihnezeichen verrichtet?

Besonders gefielen mir während meines Freiwilligendienstes die ab-