10 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer
„Gemeinsam statt Einsam“
Deutsch-polnisches Fortbildungsseminar für Multiplikatoren von Gedenkstättenfahrten
Aklion Slihnezeichenhriedensdien- le(AsSF) und die Internationale Ju— gendhegegnungssttte Oswiecim Als— chwilz(IIBS) wollten mit dem nun schon zweiten Seminar dieser Reihe (A1. bis 24. Oktober 2010) polnische und deutsche Multiplikator(inn)en von Gedenkstättenfahrten zusammenbrin- gen in der Hoffnung, dass sich aus dem Treffen Kontakte und gemeinsame Projekte entwickeln. Diese Projekte Sollen die Auseinandersetzung mit der gemeinsamen Geschichte ermöglichen und die wechselseitige AkZeptanz der Unterschiede fördern. Im Finladungs- text heißt es:„Pine deutsch-polnische Begegnlng Kann.. eine große Berei— cherung sein, da sie die Chance in sich birgt Außerungen, Positionen und Ver- haltensmlster vor dem HMntergrund der jewells anderen Sozialisation und Kul nur nachztvollkiehen, dies fördert eine Multiperspelctivitt nicht nur der Ge- Schichtsinterpretutionen.“
Mögliche gemeinsame deutsch- polnische Projekte sollen sich dabei nicht unbedingt auf Auschwitz bezie- hen, sondern könnten genauso in einer anderen Gedenkstätte in Polen oder Deutschland durchgeführt werden.
Wie es häufig bei binationalen Se- minaren der IBS zu sein scheint, gab es deutlich mehr polnische als deutsche ſeilnehmende. Ein weiteres Problem ergab sich daraus, dass auf der polni- schen Seite überwiegend Lehrerinnen und Lehrer, auf der deutschen Vertre- terinnen und Vertreter außerschuli-
scher Organisationen teilnahmen. Er- stere können mit festen Schulklassen planen, die außerschulischen Organisa- tionen, wie z. B. Gewerkschaften oder die Lagergemeinschaft Auschwitz FrelindesKreis der Auschwilzer, müssen eine entsprechende Gruppe erst auf— bauen und zusammenstellen.
Liele des Seminars waren: Inhalt- liche Tipps, Hilfestellungen und neue Impulse für Gedenkstättenfahrten ge- ben(Ange bote der IIBS), die Herstel- lung persönlicher Kontakte zwischen Polen und Deutschen, Ideenaustausch und Beginn der Planung von Fahrten zu Gedenkstätten in Polen und Deutschland, Vorstellung von Förder- möglichkeiten und Hilfestellung bei der Antragstellung, Vorstellung der Gedenkstättenpãdagogik in Deutsch- land und Polen und ihre Herausforde- rungen.
Zum ersten Punkt gehörte der ge- meinsame Besuch sowohl des Stamm- lagers als auch von Auschwit?-Bir- kenau im Rahmen einer Standard- führung. Die Kürze des Besuches war der Aufgabenstellung des Seminars geschuldet, machte aber deutlich, was es heißt, wenn der Besuch der Ge- denkstätte zu einem Punkt unter an- deren wird. Auch die an sich erfreulich große Zahl von Besuchern hat ihren Nachteil, da es kaum eine Möglichkeit gibt, inne zu halten und sich auf das Gesehene und Gehörte einzulassen.
Deshalb war es interessant, von der IIBS Merkblätter zu Fahrten nach


