Heft 
(2009) 2/2009. Dezember 2009
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Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 29

versicht ist angeschlagen, bitte belehrt mich eines Besseren. Wie wollen Sie es schaffen, den Schülerinnen und Schülern eine innere Stärke zu vermit- teln, dass sie eingreifen, wenn ein Skinhead Ausländer attackiert? Giordano hält die rechtsradikale SꝰZene für höchst aktiv und lebendig. Die neuen, moderierten Strukturen der Rechtsradikalen verfehlen ihre wirkung nicht. Sie vind in der Lage, Nu gendliche anzusprechen und Zu mobi- lisieren. Oft bedienen sich die Rechten dabei linker Thesen, die sie allerdings völlig anders interpretieren. Die Akti- onsdichte und der Zuspruch bei Ju- gendlichenverdrießen ihm seine Päten Tage, Sagte Ralph Giordano. In der Tagung wurde auch keine op- timistische Zukunftsvision aufgezeich- net. Die Uberwindung desEinfach-

denkens wird ein latenter Prozess von Schule/Berufsschule sein müssen als Antwort auf rechtsradikales Gedan- kengut. Giordano ging auch auf die Problematik von Antizionismus und Antisemitismus ein. Ihm war die Sorge um das Uberleben von Israel sichtlich an?zumerken. Im Beitrag zum Buch von Daniel Wendt von der Max-We- ber-Berufsschule in Gießen werden diese Problemstellungen in der Be- rufsfachschule bearbeitet. Dabei erhält er Unterstützung vom deutschen Bot- schafter in Irael, der mit den Schüler/innen an der Berufsschule in Gießen über das ThemaIsrael und Antisemitismus/Ethnozentrismus sprach und mögliche Lösungsansätze diskutierte.

Maron Löwenbein

Legalisierter Raub. Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933- 1945

Die Wanderausstellung des Fritz-Bauer-Instituts Frankfurt und des Hessischen Rundfunks mit neuem regionalen Schwerpunkt: 12. März- Ende Oktober 2010, Rotenburg a. d. Fulda Studienzentrum der Finanzverwaltung und Justiz, Josef-Durstewitz-Str. 2-6 Workshop für Lehrkräfte: Mittwoch, 10. März, 14.30 Uhr.

Informationen im Internet: www.legalisierter-raub. hr-online. de

Adolf Moritz Steinschneider Archiv

Auf Betreiben unserer Freundin und langjährigem Vereinsmitglied Marie- Louise Steinschneider wurde im Andenken an ihren Vater das Adolf Morit? Steinschneider Archiv(AMs IA) gegründet. Die Arbeit ist nun auch online do- kumentiert auf der Internetseite www.steinschneider.net. Steinschneider lebte bis 1933 in Frankfurt am Main, musste dann als Jude und Anwalt der Roten Hil- fe ins Exil fliehen. 1044 wurde er in Frankreich vom SS-BataillonDas Reich abgefangen und erschlagen. Das Bataillon hatte zuvor das Massaker in Oradour verübt. Mehr über AMS TA im nächsten Mitteilungsblatt.