Heft 
(2008) 1/2008. August 2008
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Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer

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Von der Bevölkerung getragenes Gedenken

Die Bedeutung desZuges der Erinnerung hebt prägnant Andreas Kilb in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung(FAZ) hervor(15. April 2008):

Die Alustellung(.) mit gleichfõrmig gestalteten Slationen und einer Kur- zen Film vorfiihrung am Schlluss ist vimpel Konzipiert wie es sich Kein Zeit- genössisches Muselum leisten Kõnnte(.). Und dennoch ist der, Zig der Erin- nerung ein Gewinn(...). Er steht für eine Privatisierung des Gedenkens an den Noloculist, die in den achziger Jahren eingesetzt hat aber jetzt richtig vichtbur wird, für eine Prinnenungskuluun die nicht ausschließlich von stuuclichen Insti- uionen, Sondern von der Bevblkerung velbst getrugen wird.

Dehalh macht die Peutche hahn einen Hehlen wenn sie den, Zig der Er- innerung mit Bürokrtenhänden anfasst. Es ist wuhn die Orgunisatoren des Ziges hahen vich der Bahn auſgedrängt vie verlungen gebüihrenfreie Nulzung der Gleisunlagen, die Kein anderer Kostenlos hefahren durß und schlagen auch vonst einen herausfordernden Jon an. Aher der Prinnerungszug ist Kein Gau- di- Gefdhrt. Unn mit Sumthandschuhen anzufussen, gehietet jene Unterneh- mensdipiomatie, auf deren Kiinste die Bahn nach ihrer anstehenden Privuti- vierung noch õftem angewiesen vein wird. Geschichtsstlunden lassen sich nln einmal nicht durch Gehiihrenordnungen regeln. Und so verldsst man den, Zig der Frinnerung mit dem Geſiihl mehr erfuhren zu haben, als in ein vuatliches

Muelm pussen wlirde Ganz privut.

and und der Außichitsrat der DB A4C mit dieser ⁊ivilgesellschaftlichen Initia- tive derurt vchwer tun. Zumal die hohe Resonanz der wollenden Ausstellung darauf hin weist, duss diese nelue aus der Gesellschaft Kommende Form des Er- innerns möglicherweise vorhildhaft Sein Lönnte. DenZug der PFrinne- rung bewusst nicht mit einer Spende zu unterstüt?en, dafür aber andere- dische Organisationen, wirke in der Offentlichkeit wie eineStrafspende antworteten die Parteisprecher. Dieser Ansicht schloss sich der Zen- tralrat der Juden in Deutschland an. Ihr Generalsekretär Stephan Kramer kom- mentierte scharf: Das sche nachAb- lasshandel undnoch schlimmer aus. Das dsst vermliten, dass man im Bahn vomtand glauht, dass insbesondere jidische Stimmen Kaufhur wären mit 700.000 Furo. Wir wollen dieses Geld

nicht. Der Vorschlag bediene antise- mitische Klischees, fuhr Kramer in ei- nem Interview mit dem inforadio des rbb(Radio Berlin Brandenburg) fort, das hat ein ziemliches Geschmäckle, um es vorsichtig aus?udrücken. Klaus Hillenbrand, Kommentator der Berli- ner tages?eitung(ta?) meinte, der Vor- schlag der Bahn seieine Art umge- Kehrter Arierparagraf im Zuge des ert lauhten und verhotenen Gedenkens. Bahnchef Mehdorn, seine Vor- standskollegen und auch der Auf sichtsrat der Bahn haben sich dazu nicht weiter geäußert. Und die Politik? Sie hängte sich mit Stellungnahmen aus dem Fenster und wird von Meh- dorns Sturheit brüskiert. Hier wackelt soZusagen der Schwan?(Bahnchef Mehdorn) mit dem Hund(dem Bund als alleinigem Figner der DB). Hans Hirschmann