30 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer
LAK besorgt über Anstieg rechter Gewalt
Bald keine nachhaltige Opferberatung mehr möglich
Das Bundesinnenministerium hat den brisanten Rekord offiiell bestätigt: Die Zahl rechtsextremer Straftaten hat mit mehr als 18.000 Delikten im vorigen Jahr einen Höchststand erreicht. Vergli- chen mit 2005 stieg die Zahl der rechten (VUn) Iaten um 14 Prozent. Für 2006 sei „der bisher höchste Stand politisch rechts motivierter Straftaten zu ver- zeichnen“, sagte eine Sprecherin des In- nenministeriums der Berliner tageszei- tung(ta?). Demnach ist nicht nur die Tahl der sogenannten Propaganda- delikte weiter in die Höhe geschnellt Sondern auch die Gewalt von rechts um acht Prozent auf rund 1.100 Uber- griffe. Das heißt: Im Durchschnitt ereig- neten sich in Deutschland täglich drei rechtsextreme Gewaltdelikte.
Bei der Generalversammlung des Internationalen Auschwitz-Komitees (AK) in Oswiecim erlãu- terte Diethardt Stamm vom Vor- Stand der Lagerge- meinschaft Musch- wit?- Freundeskreis der Auschwitzer f (LGA), diese statisti- schen Zahlen an Hand von konkreten Beispielen. Er berichte- te, wie NPD und andere rechtsextremi- Stische Gruppen in der Wetterau auftre- ten und sich Finfluss verschaffen(Siehe Bericht auf S. 8). Dies fand auch Pin- gang in eine am 23. April 2007 veröf- fentlichte Presseerklärung des IAK zur Generalversammlung:„Neben Fragen der zukünftigen pädagogischen Arbeit der Gedenkstätte Auschwitz und der Unterstüt?ung und Betreuung der Uberlebenden in vielen Ländern wurde mit großer Besorgnis über den Anstieg
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von Rechtsextremismus und Antisemi- tismus in Furopa und die Rolle der neo- faschistischen NPD bei der Vereinigung der rechtsextremen Kräfte in Deutsch- land diskutiert:, Die Rolle der NPD ißt ahvolll alarmierend. Für lins ist es ina- Zeplahel dass einer Partei, die ihre Geg- ner mit Gewult hedroht und Freiheit und Demokratie beseitigen will von der Ge- Sellschaft ein volcher Aktionsrahmen zu— gehilligt wird', betonte Noach Flug, alter und neu gewählter Präsident des IAK.“ Die LGM sicht einen Zusammen- hang des Anstiegs von rechten Gewalt- taten und politischen Versäumnissen der Bundesregierung sowie der Landes- regierungen. So fehlte es beispielsweise an politischem Willen, bestehende Pro- jekte der Opferberatung gegen rechts dauerhaft finanziell abZusichern. Die ei- gentlich erfolgrei- chen Projektträger mussten Mitarbei- ter kündigen und mühsam aufge- baute Infrastruk- rau— turen preisgeben. om 28. Mär? 20 Dies bab techten Gewalttätern und ihren offenkundigen wie klammheimli- chen Gesinnungsfreunden Auftrieb. Nach Protesten sah es s0 aus, als würde ein vom Bundesfamilienministe- rium mit 5 Millionen Euro ausgestatte- tes Beratungskonzept einen Neuan- fang oder eine teilweise Weiterarbeit er- möglichen. Der Entwurf für die Umset- zung macht diese Hoffnung jedoch zu— nichte. Anders als die bisherigen Bera- tungsteams, sollen nun„mobile Krise- ninternventionsteams“ nicht mehr lang- fristig arbeiten, sondern„anlassbezo- gen“ und„zZeitlich befristet“ um Hilfe
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