10 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer
Der Arbeitskreis„Demokrati- sches Hoch-Weisel“ gilt der regiona- len Antifa als nicht„links“ genug, und in Vereinen wird über die„Angst vor der roten Fahne“ diskutiert. Ge- spräche zur Bestimmung der Position laufen in der Kirchengemeinde, bei Vertretern von Schulen, der Polizei, der Gewerkschaften, in einigen Verei- nen und schließlich auch in der ersten gemeinsamen Runde von Vertretern verschiedener Parteien und der IGA.
Erwartungsdruck vor allem an die Kommunalpolitik wird größer
Es gibt keine Patentrezepte. Der Erwartungsdruck insbesondere an die Kommunalpolitik wird größer. Dort tauchen aber zunächst mehr Fragen als Antworten und Lösungen auf:
1.)„Soll man diese(die Nazis) über Anderungen der Geschäftsord- nung von der Jeilhabe fern halten?
2.) Wie geht man mit Anträgen um, die wortidentisch mit dem Wahl- programm einer demokratischen Par- tei sindꝰ
3.) Kann man diese so einfach ab- lehnen oder sollte man aus Sachgrün- den zustimmen?
4.) Was sollte bei außerparlamen- tarischen Aktivitäten beachtet wer- den?“
„Gute“ Antworten und Analysen kommen von einzelnen Bürgern, die cher in Zweier- und Dreiergruppen zusammenarbeiten und sich nicht ver- einnahmen lassen. Studiendirektor a. D. Adolf Frohwein und sein Kollege Günter Strube sind dabei mutige Ak—
teure im einschlägigen Stadtteil Hoch-Weisel. Sie geben Lösungen vor, wie man damit umgehen sollte, wenn die Nazis das Programm einer demokratischen Partei als Antrag ein- bringen:„Wortidentisch ist nicht be- deutungsidentisch“, sagen sie. Sie Schlagen vor, jeden NPD-Antrag im Parlament mit einer einheitlichen Be- gründung abzulehnen. Insbesondere bei gestohlenen Inhalten von anderen Parteien soll dabei auf die Nicht- glaubwürdigkeit der Nazis und deren undemokratischen Charakter hinge- wiesen werden.
Und es wird eine Erklãrung abge- geben:„Der Fxtremismus jeglicher Art im gesellschaftlichen Alltag er- fordert eine gesamtgesellschaftliche Strategie von parlamentarischer De- mokratie und Zivilgesellschaft, die außerparlamentarische Aktivitäten und eine Politik der Bürgernähe einschließt. Ein But?zbacher Bündnis als Bürger- und Bildungsinitiative würde den wertvollen Konsens der demokratischen Parteien Butzbachs vom 7. Februar 2006 in diesem Sinne bestätigen und ausbauen!“
Wenn die neuen Nazis in„Ruhe“ ihre Provokationen planen
Am 1. März 2007 ist es s0 weit: Der frisch gewählte Bürgermeister lädt zur ersten Sitzung eines„But?ba- cher Bündnisses gegen Rechts“. Auch die LGA diskutiert mit. Sie ist Mit- glied im Wetterauer Bündnis gegen Rechts, gilt aber bei den„gestande- nen“ Kommunalgrößen als ein exter- ner Faktor. Sie ist wegen jahrelanger Veranstaltungen zum 9. November


