Heft 
(2007) 1/2007. Juni 2007
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Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 9

monstrationen(Gegen System und Kapital unser Kampf ist natio- nal*).

Allerdings gibt es jetzt Widerstand aus der Bevölkerung. Die Regio- nalzeitungen erhalten viele engagierte Leser- briefe. Butzbach ist im

Juni 2007Hessentags- Stadt, repräsentiert also das Bundesland Hessen und sich selbst. Da geht die Angst vor derbrau- nen Soße um. So tau- chen auch Forderungen auf:Es ist Zeit für Butz- bach, Farbe zu bekennen; Farbe gegen Braun! Auffällig sind bei der Le- Serbriefkampagne viele Zuschriften mit dem Ver- merkName und An- Schrift der Redaktion be- kannt. Manchmal be- gründen das die Schrei- ber selbst:Ich fürchte Repressalien. Da kom- men Frinnerungen an SA-Schläger- trupps in der Weimarer Republik auf. Die NPD agiert auf der Straße mit Flugblattaktionen und in den Kommu- nalparlamenten mit provokativen An- tragstellungen weiter.Die Stadt Butzbach soll überprüfen, ob sich im Umfeld der Jugendverbände und der Jugendeinrichtungen der Stadt Butz- bach Linksextremisten und Autonome befinden und diese ggf. ausschließen. Des weiteren soll das Stadtparlament sich õffentlich von so genannten Anti- faschisten distanzieren, Schreibt der

Im Februar 2007 agitieren Hessens NPD-Vorsitzender Marcel Wöll und Anhänger in der Innenstadt von Bad Nau- heim(Bild oben).Ledermäntel und Leder in Schwarz war die dominierende Farbe rund um den Propaganda-Tisch, so der Wetterauer Antifaschist Peter Hartung. NPDFlug- blãtter wurden von den meist ãlteren Passanten leider õfter angenommen als abgelehnt, so Hartungs Beobachtung. Bild unten: Junge Leute vom Bündnis gegen Rechts blockieren mit Zwei Transparenten die Sicht auf den NPD-Stand.

Stadtverordnete Marcel Wöll.

Auf der demokratischen Seite ist man den Umgang mit den Nazis nicht gewohnt. Manche Parteienvertreter propagierenIgnorieren, manche vorsichtiges Diskutieren und ande- re die inhaltliche parlamentarische Auseinandersetzung. Außerhalb der Parteien gibt es auch keine Linie. Empfindlichkeiten sind bei verschie- denen Organisationen festzustellen, gemeinsames Handeln wird verstärkt gewünscht, kommt aber nur partiell Zzum Tragen.