2 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer
Unser gemeinsames Interesse gilt nicht der„Jopographie“ als solcher, den Ge- bãuden und ihrer Funktion, den Orten der Todesmaschinerie. Wir nähern uns „Auschwit?“ durch die Brinnerungen der Inhaftierten, der Lagerinsassen, derjenigen, die heutzutage„Zeitzeu- gen“ genannt werden. In ihren Erleb- nissen werden wir Auschwitz erfahren.
In diesen Tagen wird die KGM eine weitere Fahrt ins Lager vorbereiten, de- ren Anlass ein unmittelbar politischer ist. Marcel Wöll, NPD-Abgeordneter im Stadtparlament Butzbach und im Wet- terauer Kreistag, hatte als offenkundi- ger Auschwit?-Leugner gefordert, die Staatlichen Zuschüsse für Fahrten in die „SO genannten Vernichtungslager“ zu Streichen. Die Antwort des Kreistags: Die Abgeordneten und die politische Spitꝰe des Wetteraukreises werden de- monstrativ nach Auschwit? fahren. Die Zuschüsse wer- den verdoppelt. Dies wird auch Auswirkungen auf den dies— jährigen Hessen- tag im Juni 2007 in But?zbach ha- ben, zu dem über eine Milli- on Besucher er— wartet werden. Die LGA wird mit einem eige-— nen Infostand im Städtischen Mu— seum in But?— bach vertreten sein, wo der Nachlass von Hermann Rein- eck, dem Grün- der der LGA,
Ehemalige KZ-Häftlinge mit jungen Begleitern(Auszubildende von VW aus Kassel und Wolfsburg) an den Erinnerungstafeln in Birkenau (April 2007). Helena Znidarcic aus Slowenien(von links), Dorota und Noach Flug aus Israel vowie Marija Srpék aus Slowenien, die an die- Sem Tag 7um ersten Mal nach ihrer Befreiung wieder in Auschwitz war.
nach Voranmeldung öffentlich zugäng- lich ist. Wir werden uns an die Besucher wenden, um zu verdeutlichen, was Rechtsradikalismus hervorruft: Gewalt, Ausgrenzung und Vernichtung.
Wem gebührt der Dank?
Auch in diesem Jahr werden sich die Fre unde in Polen für unseren Besuch in Auschwit? und für die Einladung nach Deutschland bedanken. Wir sind eben- falls dankbar. Dafür dass wir willkom- men sind und unsere Gäste die be— schwerliche Reise zu uns auf sich nehmen. Bei diesem wechselseitigem Dank unter Freunden soll nicht überse- hen werden, wem der Dank letztlich gilt: Die Opfer sind es, die Toten und Uberlebenden. Sie haben uns ihre Le-
bensgeschichte anvertraut. Alhrecht Werner-Cordt
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